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Stichwort: (Früh)Kindliche Zahnentwicklung
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Maßnahmen zur Förderung der kindlichen Zahnentwicklung
(primär orthomolekular, wo erforderlich, auch andere Ansätze)
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Erstellt auf der Grundlage einer Fachauskunft von Dr. Eva-Maria Höller, Fachärztin für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde in Wien, ergänzt durch ► Produktbeispiele und Hinweise aus der ► Literatur
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Generell gilt:
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Vorrangig ist die optimale Versorgung mit Mineralstoffen und Vitamin D. Mangel äußert sich in dünnem, schlecht ausgebildeten Zahnschmelz, der für Karies anfällig ist.
In Anwesenheit von Fluor entsteht Fluorapatit, ein besonders hartes Calciumsalz. |
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Im Einzelnen: |
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Die Milchzahnanlagen entstehen in der 7. bis 12. SSW.
Orthomolekulare Förderung der Zahnentwicklung beginnt daher bereits in der Schwangerschaft.
Eine Hyperemesis kann zu Versorgungsengpässen bei der Mutter führen besonders wichtig in diesem Zusammenhang eine gute Vitamin-B-Versorgung der Mutter. (1)
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Die bleibenden Zahnanlagen entwickeln sich zwischen dem ersten und 12. Lebensjahr. |
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Im 1. Jahr können leichte Darminfektionen Spuren in Form von Rillen oder Flecken an den Zähnen hinterlassen das betrifft vor allem Frontzähne und erste Molaren. Bei Verdacht auf familiär schlechtes Zahnmaterial kann mit homöopathischem Calcium gearbeitet werden, auch schon bei Babies.
Schreikinder Sie haben möglicherweise von der Mutter eine ungünstige Darmflora mitbekommen eine halbe Kapsel Milchsäurebildner in ungezuckertem Fencheltee über drei Wochen hat sich hervorragend bewährt. (2)
Bei etwas größeren Kindern gibt es auch mit Calciumcitrat sehr gute Erfolge (3).
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Bei Verdacht auf Resorptionsstörungen |
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ist die Symbioselenkung mit Keimen (4), Fettsäuren in Kapselform (5) und ev. 2 x
125 mg Glutamin in Wasser ebenfalls eine problemlose Interventionsmöglichkeit. (6)
L-Glutamin bewährt sich bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten, es kann die Darmwand wieder abdichten. Damit sinkt die Allergiebereitschaft und eine ausreichende Nährstoffresorption wird wieder möglich. Eine Diät erweist sich meist als schwierig, da die meisten Kinder inzwischen eine Mahlzeit in Kindergarten, Schule oder Tagesheim einnehmen.
Vitamin B 1 sorgt für eine verbesserte interzelluläre Kommunikation der Darmzellen. (8)
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Bei Enzymmangel und daraus resultierender Histaminintoleranz oder Lactoseunver-träglichkeit |
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genügt es meist, die Schlüsselmineralien und vitamine zu supplementieren (B6, C, Zink, Calcium, Mangesium, Mangan in therapeutischer Dosierung). Dann kann der Organismus wieder ausreichend Enzyme bilden. (7)
Zink ist für viele Enzyme nötig und daher häufig indiziert. (9)
Vorübergehend kann eine Entlastungsdiät oder auch eine Enzymzufuhr (Diaminoxidase, Lactathydrogenase) sinnvoll sein.
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Bei Fructosemalabsorption |
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sollte gleichzeitig Zucker konsumiert werden, da der Transport durch die Darmwand dadurch ermöglicht wird. |
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Bei beginnender Entkalkung des Zahnschmelzes |
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helfen Schüssler-Salztabletten welches Salz angebracht ist, sollte aufgrund des homöopathischen Typs ausgewählt werden. |
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Fluor |
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Die Gabe von Fluortabletten (systemische Aufnahme) ist ambivalent vielen Kindern wird davon übel, manche werden starrköpfig (homöopathische Nebenwirkung). Besser bewährt hat sich lokale Fluoridierung mit Zahnpasten oder Gels 5 Minuten einwirken lassen; solange die Präparate verschluckt werden, nur 1 x pro Woche ein etwa erbsgroßes Pastenstück verwenden, Kinderpasten unterliegen dem Lebensmittelgesetz (10); Anwendungen beim Zahnarzt alle 3 Monate bei Problemfällen (Lacke, Applikation in Löffeln).
Außerdem homöopathische Prophylaxe mit Calciumglobuli (Auswahl nach dem homöopathischen Typ). Calcium fluoratum D6 Tabletten (Schüssler Salz) können die Aufnahme von Fluor aus der Nahrung fördern (Tiefpotenzen haben wenig psychische Wirkung und können auch ohne genaue Typabstimmung verwendet werden). |
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Zur Bedeutung von Calcium |
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ist das wichtigste Mineral für die Zähne |
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beste Nahrungsquelle sind Milch und Milchprodukte bei den leider häufigen Unverträglichkeiten Schaf- und Ziegenmilch versuchen, ev. Toleranzsteigerungstherapie mit Symbioselenkung |
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aus der Milch wird Calcium wegen eines günstigen Verhältnisses zu Phosphor gut resorbiert |
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während des Wachstums ist der Calciumbedarf besonderes hoch (nicht nur für die Knochen, sondern auch für die Zähne) |
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Worauf Sie Eltern speziell hinweisen könnten: |
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Karies ist eine Demineralisationskrankheit.
Für die Entwicklung von Karies spielt weniger die Menge als die Häufigkeit der Aufnahme vergärbarer Kohlenhydrate eine entscheidende Rolle. Süße Naschereien zwischendurch erhöhen den Säuregehalt der Plaque, was die Remineralisierung der Zähne hemmt. (Deshalb sind auch Süßigkeiten als Belohnung nicht empfehlenswert). Zuckerhaus¬halt und Sättigungsgefühl werden gestört, es kommt zu chemischen und psychischen Abhängigkeitsphänomenen.
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Babies und Kleinkinder sollen mit der Flasche keine süßen Getränke bekommen (und auch der Schnuller gehört nicht in süßen Sirup oder Honig getaucht) das Nuckeln daran stellt eine Dauerbelastung für den Zahnschmelz dar und wirkt sich nicht nur negativ auf die Milchzähne, sondern auch auf die zweiten Zähne aus. |
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Süße und saure Nahrungsmittel fördern die Entwicklung von Karies zu Hauptmahlzeiten schaden sie aber kaum. |
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Softdrinks und süße Fruchtsäfte, zwischendurch konsumiert, erhöhen ebenfalls den Säuregehalt der Plaque. |
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Milch und Milchprodukte sind auf verschiedene Weise nützlich:
1. Sie stimulieren die Speichelbildung, was zu einer Alkalisierung der Plaque beiträgt, wodurch der Zahnschmelz-Demineralisierung vorgebeugt wird.
Die Reste vergärbarer Kohlenhydrate im Mund werden dadurch rascher entfernt.
2. Die Mikronährstoffe in Milchprodukten (wie Calcium, Phosphor, Magnesium, Vitamin D etc.) sind für die Zahnentwicklung sehr wichtig.
3. Milchprodukte tragen zum Schutz vor Karies bei, weil sie den Gehalt an Calcium und Phosphor in der Plaque erhöhen. Dadurch wird die Remineralisierung gefördert.
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Einige Produktbeispiele
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(1) |
Basic Prenatal (von Thorne Research) ein umfassendes Multipräparat, abgestimmt auf den Nährstoffbedarf schwangerer und stillender Frauen
Basic B Complex (von Thorne Research) ein physiologisch zusammengesetzter B-Komplex mit allen B-Vitaminen und Cholinzitrat
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(2) |
Lactobacillus Sporogenes (von Thorne Research) bildet rechtsdrehende Milchsäure
Für die Mutter könnte nützlich sein:
Perma-Clear (von Thorne Research),
HMF Forte (von Genestra),
SymBiotics w/ FOS (von Allergy Research Group)
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(3) |
Calcium Citrate (von Thorne Research)
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(4) |
AB-Lactobacillen 4 Plus (von Alyx),
SymBiotics w/ FOS (von Allergy Research Group)
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Fettsäuren: Omega-3-FS: Flax seed Oil Caps (von Allergy Research Group), Nutri-Fish (von Centropa, Kirunal (von BodyBio), Opti-EPATMLiquid (von Douglas)
Omega-6-FS: EPO oder GLA Borage Oil (beide von Allergy Research Group),
Mischungen Omega-3- und Omega-6-FS: BodyBio Balance Oil (von Body Bio), Omega Plus (von Thorne Research)
Formula SF722 (von Thorne Research) Undecylensäure aus Rhizinusöl, unterstützt die Bildung einer gesunden Darmflora,
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(6) |
L-Glutamine Caps (von Thorne Research) (die 500 mg-Kapseln lassen sich öffnen und nach Teilentnahme wieder verschließen)
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Vitamin C als Calciumascorbat als Pulver aus der Apotheke oder Buffered C Powder (von Thorne Research) zum Auflösen in Wasser oder ungesüßtem kaltem Tee;
Pyridoxal 5’-Phosphate (von Thorne Research);
Zinc Picolinate und Manganese Picolinate (von Thorne Research), Zink 15 (Zinkcitrat, von Centropa) die Kapseln lassen sich öffnen und nach Teilentnahme wieder verschließen
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(8) |
B-Vitamine sind im Komplex besser bioverfügbar. Eine konstant gute Versorgung mit B-Vitaminen kann auch mit einem speziell für Kinder zusammengesetzten Multivitamin/-mineralpräparat erreicht werden, Beispiel Children’s Basic Nutrients (von Thorne Research)
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(9) |
Zinc Picolinate (von Thorne Research) oder Zink 15 (von Centropa) |
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(10) |
bis zum 6. Lebensjahr Zahnpasten mit 500 ppm Fluoridgehalt, danach Erwachsenenzahnpaste mit 1200-1500 ppm Fluoridgehalt (Empfehlung der Dt. Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde) den Kindern klarmachen, dass sie die Zahnpaste nicht schlucken sollen. |
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Zusätzlich benützte Literatur:
Burgersteins Handbuch Nährstoffe, 11. Auflage, Stuttgart 2007
Diet and dental caries. © The Australian Nutrition Foundation Inc. 2001
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(Mit dieser Zusammenstellung (vom Juni 2008) übernimmt PreventNetwork keine Garantie für die Richtigkeit der Therapieempfehlung. Die Verantwortung für die inhaltliche Überprüfung und Anwendung dieser Empfehlung liegt ausschließlich beim verordnenden Arzt bzw. Therapeuten)
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