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Nachrichten
28. Jan 2015
OM-Telegramm
Kaliumsalze; Vitamin D; Grüntee-Polyphenole
OM-Telegramm
Kaliumsalze; Vitamin D; Grüntee-Polyphenole
Kaliumsalze reduzieren das Osteoporose-Risiko
Für eine neue Meta-Analyse* an der Universität von Surrey wurden 14 klinische Studien zur Supplementierung mit alkalischen Kaliumsalzen (Bikarbonat und Citrat) ausgewertet. Es zeigte sich, dass diese Mineralsalze, die in Obst und Gemüse reichlich vorkommen, eine wichtige Rolle in der Verbesserung der Knochengesundheit spielen. Bei entsprechend hoher Aufnahme zeigt sich eine deutlich geringere Calciumausscheidung und ein niedrigerer Säuregehalt im Urin. Das bedeute, sagte Dr. Helen Lambert von der Universität von Surrey, dass die überschüssige Säure neutralisiert und die Knochendemineralisation verringert werde.
Die typische Ernährungsweise in der westlichen Welt, die reich an tierischem und Getreide-Eiweiß ist, führe zu einer Schwächung der Knochen und erhöhtem Frakturrisiko. Die Analyse ergebe, dass diese Kaliumsalze der Osteoporose vorbeugen können.
(Quelle: ScienceDaily Newsletter, 14. Januar 2015) 
* Lambert H, Frassetto L, Moore JB, et al. The effect of supplementation with alkaline potassium salts on bone metabolism: a meta-analysis. Osteoporosis International, January 2015 DOI: 10.1007/s00198-014-3006-9

Niedriger Vitamin-D-Spiegel verlängert Beatmungsdauer bei Intensivpatienten
Der Vitamin-D-Status kann die Notwendigkeit künstlicher Beatmung bei Intensivpatienten nach chirurgischen Eingriffen verlängern. Das zeigt eine neue Kohortenstudie einer Forschergruppe am Boston’s Massachusetts General Hospital und der Harvard Medical School. Sie ergab, dass niedrige 25-Hydroxyvitamin-D-Plasmaspiegel zum Zeitpunkt der Aufnahme in die chirurgische Intensivstation eine längere Beatmungsdauer erforderten.  
Es ist bekannt, dass ein optimierter Vitamin-D-Status wichtig ist für die Gesundheit des Bewegungsapparates, für die Immunregulierung und die Expression endogener antimikrobieller Peptide ist. Die Forscher nahmen daher an, dass das niedrige Vitamin D auch zu einer Schwächung der Atmungsmuskulatur beitrage sowie zur Entstehung systemischer Entzündung und Infektionen, was alles eine längere Beatmungsdauer bedingt.
Die vorliegende Studie war eine Beobachtungsstudie, daher sind weitere Untersuchungen nötig, um die Ergebnisse zu überprüfen, um den möglichen Nutzen einer aggressiven Vitamin-D-Supplementierung in diesen Fällen zu ermitteln.
(Quelle: ScienceDaily Newsletter, 6. Januar 2015)
** Quraishi SA, McCarthy C, Blum L, et al. Plasma 25-Hydroxyvitamin D Levels at Initiation of Care and Duration of Mechanical Ventilation in Critically Ill Surgical Patients. Journal of Parenteral and Enteral Nutrition, January 2015 DOI: 10.1177/0148607114566276

Warum Grüntee stark antioxidativ wirkt***
Dass Grüntee-Polyphenole stark antioxidative Wirkung haben, ist nicht neu. Nun konnte aber eine Grazer Forschergruppe diese Wirkung auf molekularer Ebene belegen.
„Bislang wurde die antioxidative Eigenschaft von Grünem Tee vor allem quantitativ bewertet, mit Messungen im Minutenbereich. Die wirklich entscheidenden Prozesse passieren aber in viel kürzeren Zeitskalen auf der molekularen Ebene“, erklärt Georg Gescheidt-Demner vom Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der TU Graz. Sein Team beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit der Radikalchemie und ist als eine von weltweit wenigen Forschungsgruppen in der Lage, mit sehr spezifischen schnelldetektierenden Methoden Radikale im Nanosekundenbereich zu beobachten. Mittels der sogenannten zeitauflösenden EPR-Spektroskopie haben die Forscher die Polyphenole des Grüntees unter die Lupe genommen und dabei festgestellt: „Die Polyphenole des grünen Tees besitzen nicht wie bislang angenommen nur ein, sondern gleich mehrere Zentren. Diese übertragen unabhängig voneinander Wasserstoffatome auf freie Radikale und wandeln die schädlichen freien Radikale in harmlose Moleküle um“, schildert Georg Gescheidt-Demner.
Das Forschungsergebnis könnte die Entwicklung aktiver Substanzen für Antioxidantien anregen, was u. a. in der Anti-Aging-Medizin von Interesse sei.
(Kontakt: Univ.-Prof. Mag.rer.nat. Dr.phil. Georg Gescheidt-Demner, g.gescheidt-demner@tugraz.at
(Quelle: idw-informationsdienst wissenschaft, 18. Dezember 2014,
http://idw-online.de/de/news?print=1&id=618757)
*** Neshchadin D, Batchelor S, Bilkis I, Gescheidt G. Kurzlebige Phenoxylradikale aus Polyphenolen des Grünen Tees und hochreaktive Sauerstoffspezies: Detektion mittels zeitauflösender EPR-Spektroskopie. Angewandte Chemie 2014, Vol. 126, Issue  48. Pages 13504–13508. DOI: 10.1002/ange.201407995


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