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Buchvorstellung
"Antiaging mit Antioxidantien"
Das Antioxidatienwunder - Ein nützlicher Arbeitsbehelf
Von Michaela Döll
Der Umschlag mit gelber Schrift ist vielleicht etwas marktschreierisch, so dass man zwischen den Buchdeckeln nicht unbedingt fachlich fundierte seriöse Informationen erwartet. Man sollte sich vom Äußeren nicht täuschen lassen: Wer übersichtlich und für Laien verständlich Informationen über wesentliche Mikronährstoffe und ihre vielfältigen Funktionen im menschlichen Stoffwechsel sucht, findet sie hier – verpackt in teils sehr anschaulichen Bildvergleichen, belegt mit Zahlen und Fakten, die beeindrucken.
Döll: Etwa jeder fünfte jenseits des 65. Lebensjahres leidet an der Alzheimer-Krankheit, die bis heute nicht heilbar ist.
    
Das Anliegen der Autorin ist das, was heute mit dem Schlagwort "Anti-Aging" bezeichnet wird, für Döll ein Signal dafür, dass wir uns in den Industrienationen wie nie zuvor gegen Älterwerden und Altsein wehren. Dem stehen harte Zahlen entgegen:

96% der 70-jährigen Deutschen, also praktisch jeder, haben mindestens eine Erkrankung. Jeder Dritte muss mit fünf oder noch mehr Leiden klarkommen … Eine weitere verblüffende Erkenntnis lehrt uns, dass das chronologische Alter und das biologische (körperliche und geistige Fitness) um mehr als 20 Jahre voneinander abweichen können. Durch die richtige Lebensweise kann die biologische Uhr, nach Schätzungen der Mediziner, um bis zu 10 Jahre zurückgedreht werden! … Ist es nicht eher erstrebens wert, die Gesundheitsspanne der Lebensspanne anzupassen und sich – möglichst frühzeitig – um einen Lebensstil zu bemühen, der uns auch im Alter ein Leben bei guter Lebensqualität beschert? Sie haben die Wahl! (Döll im Vorwort des Buches)

Ein paar Beispiele:
Das Thema Sonnenschutz ist nicht nur eine Frage dessen, was man außen auf die Haut schmiert.

Die Carotinoide sind fantastische Radikalkiller. Sie schnappen sich die schädlichen Teilchen und legen diese lahm, indem sie deren Energie in Wärme umwandeln. Damit sind die aggressiven Winzlinge machtlos. Besonders aktiv sind die Carotinoide in der Haut. Dort fangen sie die durch das UV-Licht gebildeten freien Radikale ab und schützen das Hautgewebe vor den oxidativen Folgeschäden. (Döll)

Wer abnehmen will und nicht genügend Vitamin C zu sich nimmt, hemmt seinen Cholesterinstoffwechsel und damit den Diäterfolg. Auch die Synthese des für die Fettverbrennung wichtigen L-Carnitins hängt von einer ausreichenden Versorgung mit u.a. Vitamin C ab. Bei Döll klingt das so:

Kennen Sie "L-Carnitin?" Dieser Wunderstoff "fährt" die Fette zur Verbrennung in die "Kraftwerke" der Zellen. Der Körper kann dieses "Taxiunternehmen" nur mit Hilfe von Vitamin C (und B-Vitaminen) zur Verfügung stellen. Erst wenn der Körper ausreichend mit diesen Vitalstoffen versorgt ist, kann die Fettverbrennung auf Hochtouren laufen.

Ein ganzes Kapitel widmet die Autorin der Alpha-Liponsäure, dem einzigen Antioxidans, das sowohl wasser- als auch fettlöslich ist und damit eine Sonderstellung einnimmt. Die Alpha-Liponsäure kann deshalb Vitamin C ebenso wie Vitamin E „recyclen“. Sie erhöht so deren antioxidative Kapazität

… und schützt damit die Gefäße und die Nerven vor den gefährlichen, alt machenden Attacken durch diese aggressiven Teilchen. Der Superradikalfänger gilt als „memory enhancer“, der die im Alter nachlassende Gedächtnisfunktion verbessert und der Alterung des Gehirns entgegenwirkt. (Döll)

Zur mangelhafte Versorgung der deutschen Bevölkerung mit Omega-3-Fettsäuren:

Döll: Bei etwa drei Viertel der Bevölkerung kommt im Monat ein- oder zweimal Fisch auf den Teller – empfohlen werden mindestens zwei Fischmahlzeiten in der Woche! Mehr als 15% essen überhaupt keinen Fisch. … Der empfohlene Verhältniswert (Omega-3-:Omega-6-FS) wäre etwa 1:5, liegt aber in der Bevölkerung bei etwa 1:20 (bis 50).

Döll weist in diesem Zusammenhang auf die Möglichkeit von Omega-3-FS als Supplemente hin – wenn es hochwertige Produkte mit Reinheitszertifikat sind, kann damit die Versorgung mit Omega-3-FS sichergestellt werden, ohne durch erhöhten Seefischkonsum gleichzeitig eine zwangsläufig erhöhte Aufnahme von Schwermetallen oder PCBs in Kauf nehmen zu müssen.

Wichtige Informationen sind in übersichtlichen Tabellen zusammengefasst, Fragebögen für den "Successful aging check", zur Bewertung der Ernährungsgewohnheiten im Hinblick auf Krebsprophylaxe, zur "geistigen Fitness" u.a. sind Hilfsmittel zur Bestimmung des "status quo" als Grundlage für sinnvolle Präventivmaßnahmen durch Ernährung, Bewegung und Auswahl orthomolokularer Supplementierung.

Das Register ist etwas mager ausgefallen, das Inhaltsverzeichnis dafür sehr detailliert – mancher findet dort vielleicht rascher, was er sucht. "Eye-Catcher" sind die durchgängigen „Merksätze in Form von Marginalien, z.B.

Wer einen Bluthochdruck hat, raucht und erhöhte Blutfettwerte aufweist, hat ein 11-fach erhöhtes Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt. (S. 157)     
    
In Summe: Ein nützlicher Arbeitsbehelf als Grundlage für Patienteninformation und Publikumsvorträge über die Möglichkeiten orthomolekularer Prävention.    

PreventNetwork

Gebundene Ausgabe: 286 Seiten
Verlag: Herbig; München 2006
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3-7766-2500-7
ISBN-13: 978-3-7766-2500-4
Preis: € 19,90
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