Labordiagnostik
Empfehlungen zur Labordiagnostik bei verschiedenen häufig vorkommenden Grunderkrankungen

von Dr. rer. nat. Wolfgang Bayer, Stuttgart
       
Im Bereich der Mikronährstoffdiagnostik haben sich bei verschiedenen häufig vorkommenden Grunderkrankungen die nachfolgend aufgelisteten diagnostischen Parameter als sinnvoll erwiesen.

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen:
Mineralstoffprofil im Vollblut: Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Kupfer, Eisen, Zink, Selen. Zur Beurteilung der Mikronährstoffversorgung vor dem Hintergrund erhöhter enteraler Verluste bzw. von Resorptionsstörungen. Bei den Vitaminen sind häufig besonders die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K betroffen.

Infektanfälligkeit:
Zahlreiche Mikronährstoffe üben immunmodulatorische Wirkungen aus, und bei Patienten mit erhöhter Infektanfälligkeit sind entsprechende Defizite auszuschließen. Dabei stehen im Vordergrund: Kupfer, Zink, Selen, Vitami8n A, Vitamin B6, Vitamin C und Folsäure.

Tumorerkrankungen:
Verschiedene Spurenelemente zeigen bei Tumorerkrankungen stadienabhängige Abweichungen von den Normalbereichen, die diagnostisch verwertbar sind. Dies gilt vor allem für Kupfer, Eisen, Zink und Selen. Nicht selten bestehen auch Defizite immunologisch relevanter Vitamine wie Vitamin A, ß-Carotin, Vitamin C und Vitamin E.

Rheumatische Erkrankungen:
Entzündliche rheumatische Erkrankungen sind häufig assoziiert mit stadienabhängigen Veränderungen im Bereich der Mineralstoffe und Spurenelemente, vor allem Kupfer, Eisen, Zink und Selen. Im Bereich der Vitamine sind folgende Untersuchungne sinnvoll: Vitamin C und Vitamin E.

Muskuläre Störungen:
Die Untersuchung der für den muskulären Stoffwechsel relevanten Elemente Kalium, Calcium und Magnesium ist angezeigt.

Koronare Herzerkrankungen:
Relevante Mineralstoffe/Spurenelemente sind hier: Kalium, Calcium, Magnesium, Kupfer, Zink, Selen. Häufig nachzuweisen sind hier auch erhöhte Konzentrationen der Aminosäure Homocystein. Der Homocysteinstoffwechsel ist abhängig von den Vitaminen B6, B12 und Folsäure, und entsprechende Defizite müssen unter dieser Fragestellung ausgeschlossen werden.

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