Nährstoffe bei Dauermedikation
Bei Dauer-Medikation auf die Ernährung achten

Die Aufnahme des nachfolgenden Artikels erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Redaktion von Arzt + Praxis, (Hasenauerstraße 23, A 1180 Wien, die den Beitrag in der Ausgabe Nr. 840 vom 15.11.2000 veröffentlicht hat.

Dass Inhaltsstoffe der Ernährung die Aufnahme und Wirkung von Medikamenten beeinflussen können, ist bekannt. Über die andere Seite liegen bislang nur wenige Untersuchungen vor: Die Einnahme von Arzneimitteln kann - besonders bei langzeitig Behandelten - dazu führen, dass einzelne Nährstoffe nicht verwertet werden und sich Mangelerscheinungen ausbilden.

Medikamente können in alle Stoffwechselbereiche eingreifen: von der Verdauung und Resorption über den Transport und die Verteilung im Blut bis zur Metabolisierung und Ausscheidung. Besonders gefährdet sind Chronisch Kranke, Schwangere und ältere Menschen.

Medikamentös induziertes Erbrechen oder Durchfall - z.B. durch Antibiotika, Zytostatika oder Laxanzien - kann, bedingt durch Wasser und Elektrolytverluste, eine Minderversorgung mit Nährstoffen zur Folge haben. Auch Appetit- oder Geschmacksverlust durch Digitalisglykoside, Psychopharmaka oder Zytostatika vermindert die Nahrungsaufnahme. Bei langfristiger Einnahme von Acetylsalicylsäure droht durch Schädigug der Magen- und Darmschleimhaut Eisenmangel.

Kurzfristige Arzneimittel-Einnahmen lassen keine negativen Folgen für den Ernährungsstatus erwarten. Lediglich bestimmte Personengruppen, die auf lebenslange Medikation angewiesen sind, wie z. B. Chronisch Kranke und ältere Menschen, die zu wenig Nahrung zu sich nehmen, können mit einzelnen Nährstoffen unterversorgt sein. Zu den Risikogruppen zählen Epileptiker, Rheumatiker, Hypertoniker, Herz-/Kreislaufkranke, Krebspatienten, Diabetiker sowie Schmerzpatienten.

So verändern Arzneimittel den Metabolismus



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