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31. Jul 2014
OM-Telegramm
Kalium; Fischöl; Eisencitrat
OM-Telegramm
Kalium; Fischöl; Eisencitrat
Kaliumsupplemente können die Überlebensrate von Patienten auf Diuretika-Medikation erhöhen
Forscher der Perelman School of Medicine an der Universität von Pennsylvania konnten nachweisen*, dass Patienten, die zur Behandlung von Herzinsuffizienz mit Schleifendiuretika behandelt werden, bessere Überlebensraten haben, wenn sie zusätzlich Kalium supplementieren. Der Nutzen war dabei umso deutlicher, je höher die Dosierung des Diuretikums war. Diese Untersuchung ist deshalb wichtig, weil es bisher keinen durch Studien nachgewiesenen Nutzen der Kaliumsupplementierung gab und die Frage innerhalb der Ärzteschaft kontrovers diskutiert wurde.
In dieser retrospektiven Studie wurden Gesundheitsdaten von Medicaid aus den Jahren 1999 bis 2007 untersucht, und zwar wurden die Daten von etwa 180.000 Patienten ausgewertet, die in diesem Zeitraum eine Behandlung mit Schleifendiuretika begannen und zusätzlich Kalium einnahmen, im Vergleich zu einer etwa gleich großen Gruppe, die nur die Schleifendiuretika bekamen. Es zeigte sich, dass die Sterblichkeit von Patienten, die mindesten 40 mg Furosemid erhielten, bei Kaliumsupplementierung um 16% gesenkt werden konnte, was eine statistisch signifikante Reduzierung darstellt.
Auch bei Patienten, die weniger als 40 mg Furosemid pro Tag erhielten, zeigte die Kaliumsupplementierung eine Mortalitätsreduktion von immerhin 7%.
Die Forschergruppe um Sean Hennessy, PharmD, PhD, hofft auf weitere Untersuchungen, um ihre Ergebnisse abzusichern. Gerade in Zeiten, wo im Gesundheitswesen gespart werden müsse, wäre eine solche Standardsupplementierung bei Diuretikamedikation eine kostengünstige, therapieoptimierende Möglichkeit.
* Leonard CE, Razzaghi H, Freeman CP, Roy JA, Newcomb CW, Hennessy S. Empiric potassium supplementation and increased survival in users of loop diuretics. PLoS One. 2014 Jul 16;9(7):e102279. doi: 10.1371/journal.pone.0102279. eCollection 2014.
Der volle Wortlaut kann hier nachgelesen werden.
(Quelle: Newswise Newsletter, 15, Juli 2014)


Hinweis von PreventNetwork: Als Supplement eignet sich wegen der hohen Bioverfügbarkeit z. B. Kaliumcitrat, das in hypoallergener Qualität von internationalen Herstellern angeboten wird – Bezugsquellen bei PreventNetwork.

Fischöl reduziert das Risiko alkoholinduzierter Neurodegeneration und folgender Demenz
Eine neue amerikanische Untersuchung** einer Forschergruppe um Michael A. Collins von der Loyola Universität Chicago untersuchte, ob durch die in Fischöl enthaltene Docosahexaensäure (DHA) die durch Alkoholmissbrauch ausgelöste Neurodegeneration gebremst werden kann. Aus klinischen Studien ist belegt, dass Alkoholmissbrauch über einen längeren Zeitraum Gehirnschäden verursacht und das Risiko späterer Demenzerkrankung erhöht. Collins und sein Team konnten im Tierversuch zeigen, dass Gehirnzellen von Ratten, die hohen Alkoholdosen ausgesetzt wurden, DHA gegen Entzündung und neuronalen Zelltod schützte. Zellkulturen wurden über mehrere Tage hinweg einer Alkoholisierung ausgesetzt, die etwa dem Vierfachen des für Autofahren zulässigen Spiegels entspricht (was in etwa der Pegel bei chronischen Alkoholikern ist). Der Teil der Zellkultur, dem zusätzlich DHA beigefügt wurde, zeigte bis zu 90% weniger Neuroinflammation und neuronalen Zelltod als die Kontroll-Zellkultur.
Fischöl, bzw. der DHA-Anteil darin, habe das Potential, die Gehirnzellen von chronischen Alkoholikern zu schützen, sagte Collins, dabei sei es sehr unwahrscheinlich, dass es in irgend einer Weise schaden könnte. Allerdings dürfe das kein Freibrief für Alkoholmissbrauch sein, nach der Devise: Ich schlucke Fischöl und trinke weiter.  
**Tajuddin N, Moon KH, Marshall SA, Nixon K, Neafsey EJ, Kim HY, Collins MA. Neuroinflammation and Neurodegeneration in Adult Rat Brain from Binge Ethanol Exposure: Abrogation by Docosahexaenoic Acid. PLoS One. 2014 Jul 16;9(7):e101223. doi: 10.1371/journal.pone.0101223. eCollection 2014.
Der volle Wortlaut kann
hier nachgelesen werden.
(Quelle: Newswise Newsletter, 17. Juli 2014)


Hinweis von PreventNetwork: Internationale Hersteller bieten hochreine Omega-3-Fettsäuren in Kapseln an, die EPA und DHA in unterschiedlichen Verhältnissen enthalten (z. B. Super EPA von Thorne Research, EPA:DHA=1,57:1) – Bezugsquellen bei PreventNetwork.
   
Mit Eisencitrat kann der Medikamentenbedarf von Dialysepatienten gesenkt werden
Mehr als 400.000 Amerikaner sind auf Dialyse angewiesen. Die meisten von ihnen benötigen  Medikamente zur Bindung von Phosphor aus der Nahrung, um eine toxische Ansammlung des Minerals im Körper zu verhindern. Dazu kommen Medikamente zur Anämiebehandlung, weil Dialysepatienten jenes Hormon fehlt, das in gesunden Nieren die Bildung der roten Blutkörperchen stimuliert. Diese Patienten neigen außerdem generell zu Eisenmangel.
Julia Lewis, MD, von der Vanderbilt University School of Medicine hat nun mit ihren Kollegen eine randomisierte klinische Studie an 441 Patienten veröffentlicht, um das Potential von Eisencitrat zur Bindung von Phosphor, Erhöhung der Eisenreserven und die mögliche Reduzierung von i.v.-Eisengaben und Medikation mit Erythropoiese-stimulierende Agentien (ESA) zu evaluieren.
Die Patienten wurden in zwei Gruppen geteilt und erhielten über 52 Wochen entweder Eisencitrat oder ein anderes phosphorbindendes Medikament. Anschließend wurde die Eisencitrat-Gruppe nochmals randomisiert in eine Gruppe, die weiter das Eisencitrat bekam, und eine Gruppe, die ein Placebo erhielt.
Die Forscher stellten fest, dass Eisencitrat die Blut-Phosphorspiegel wirksam senkte und zugleich die Eisenreserven erhöhte und den Bedarf an Eisen i.v. bzw. ESA senkte. Auch die Notwendigkeit von Krankenhausaufenthalten wurde gesenkt.
*** Lewis JB, Sika M, Koury MJ,et al. Ferric Citrate Controls Phosphorus and Delivers Iron in Patients on Dialysis. J Am Soc Nephrol. 2014 Jul 24. pii: ASN.2014020212. [Epub ahead of print]
(Quelle: Newswise Newsletter, 18. Juli 2014)
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