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18. Sep 2014
OM-Telegramm
Omega-3-Fettsäuren/Alpha-Liponsäure; Magnesium; ATP
OM-Telegramm
Omega-3-Fettsäuren/Alpha-Liponsäure; Magnesium; ATP
Omega-3-Fettsäuren und Alpha-Liponsäure bei M. Alzheimer?
Eine kleine randomisierte, placebokontrollierte Pilotstudie untersuchte die Auswirkung von Omega-3-FS und Alpha-Liponsäure (ALA) bei Alzheimer-Patienten.(1) Oxidativer Stress, Entzündung und erhöhte Cholesterinspiegel sind Mechanismen, die bekanntermaßen mit der Pathologie von M. Alzheimer verbunden sind. Da einige epidemiologische Untersuchungen von einem verringerten Alzheimer-Risiko bei regelmäßigem Fischverzehr berichteten, war es Zweck dieser Studie, die Wirkung der Supplementierung von Omega-3-FS allein oder Omega-3-FS plus Alpha-Liponsäure (gegenüber Placebo) auf die Biomarker für oxidativen Stress zu untersuchen. Das Maß für das Primärergebnis waren die peripheren F2-Isoprostan-Spiegel. Das sekundäre Ergebnis berücksichtigte u.a. die Leistung beim Mini-Mental-Status-Test (MMSE), Aktivitäten des täglichen Lebens (ADL/IADL). 39 Patienten wurden einer der drei Gruppen zugeteilt. Die Behandlungsdauer betrug 12 Monate. 34 von 39 Pat. haben die Studie zu Ende geführt (78%).
Die F2-Isoprostan-Spiegel zeigten am Ende keine wesentlichen Unterschiede zwischen den Gruppen. Im Vergleich zur Placebo-Gruppe zeigte die Omega-3+ALA einen geringeren Leistungsabfall beim MMSE und im IADL (ADL war nicht wesentlich verschieden), die Omega-3-Gruppe zeigte nur im IADL einen geringeren Leistungsabfall.
Die Kombination von Omega-3-FS und ALA verlangsamte den kognitiven und funktionalen Leistungsabfall bei Einnahme über 12 Monate.
Da es sich um eine kleine Patientengruppe handelte, sind weitere Untersuchungen wünschenswert, um die Kombination von Omega-3-FS und ALA als mögliches Therapeutikum bei M. Alzheimer breiter empfehlen zu können.
(Quelle: Studienabstract)
(1) Shinto L, Quinn J, Montine T, et al. A randomized placebo-controlled pilot trial of omega-3 fatty acids and alpha lipoic acid in Alzheimer’s disease. J Alzheimers Dis. 2014;38(1):111-20. doi: 10.3233/JAD-130722.
Der volle Text kann hier nachgelesen werden.

Auswirkung von Magnesiummangel auf Entzündungen bei chronischen Erkrankungen
Erklärter Zweck dieser Review (2) ist es, ein Update von Untersuchungsergebnissen zu schaffen, die die Ansicht unterstützen, dass der weit verbreitete subklinische Magnesiummangel (z.B. zu geringe Mg-Aufnahme über die Ernährung) das Entstehen von chronischem entzündlichem Stress begünstigt, der seinerseits zum Auftreten chronischer Erkrankungen wie kardiovaskuläre Krankheiten oder Diabetes beiträgt.
Sowohl eine zu geringe Magnesiumaufnahme (< 250 mg/Tag) als auch eine Serum-Magnesiumkonzentration von ≤ 0,75 mmol/l wurden mit erhöhter Serum-CRP-Konzentration in Verbindung gebracht, die ein gängiger Indikator für entzündliche Prozesse ist. Wenn die Magnesiumaufnahme erhöht wird und die Mg-Konzentration im Serum einen adäquaten Mg-Status anzeigt, verringert sich im Allgemeinen das erhöhte CRP auf Normalniveau.
Es zeigt sich, dass übergewichtige Personen oder solche, die chronische Erkrankungen haben, bei denen leichte Entzündungen ein Risikofaktor sind, gewöhnlich an Magnesiummangel leiden.
Daher ist Magnesium als ein Mikronährstoff von essentieller Bedeutung für Gesundheit und Wohlbefinden anzusehen.
(2) Nielsen FH. Effects of magnesium depletion on inflammation in chronic disease. Curr Opin Clin Nutr Metab Care. 2014 Jul 11. [Epub ahead of print]
(Quelle: Abstract der Untersuchung)


Depression und ATP – ein interessanter Zusammenhang
Untersuchungen an der Universität Ulm brachten ein interessantes Ergebnis: Einige Symptome der Depression könnten ihren Ursprung in den "Kraftwerken der Zellen" (Mitochondrien) haben. Bisher galten Veränderungen von Neurotransmittern im Gehirn als wichtigste biologische Auffälligkeit der Depression. (3)
Jetzt haben Forscher der Ulmer Abteilung für Klinische und Biologische Psychologie um Prof. Iris-Tatjana Kolassa einen weiteren Verdächtigen im Visier: Die Mitochondrien, Energielieferanten der Zellen. Ihre physiologische Aktivität haben sie anhand der peripheren Blutzellen von 44 Probandinnen untersucht. Bei der Hälfte dieser Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren war eine akute Majore Depression diagnostiziert worden, während der Studie wurden sie in einer Hildesheimer Klinik behandelt. In einer standardisierten Untersuchung bestimmten die Psychiater den jeweiligen Schweregrad der Erkrankung. Die anderen 22 Frauen hatten noch nie eine Depression durchlebt. Alle Probandinnen haben den Wissenschaftlern Fragen zu ihrem Lebensstil und Lebensereignissen beantwortet, ihr Körpermasseindex (BMI) war bekannt. Um die Aktivität der „Zellkraftwerke“ zu erfassen, wurde dann eine so genannte respirometrische Messung in den Blutproben der Probandinnen durchgeführt. Erfasst wurde dabei der Verbrauch des Sauerstoffs als Maß der Energiekopplung zur Synthese von ATP. Und tatsächlich: „Bei den depressiven Patientinnen war die Leistungsfähigkeit der Mitochondrien im Vergleich zu den gesunden Studienteilnehmerinnen verringert. Zudem korreliert die Abnahme der mitochondrialen Leistung mit der Schwere der Erkrankung“, fasst Christina Böck, Mitarbeiterin im Projekt und Doktorandin an der Internationalen Graduiertenschule für Molekulare Medizin, zusammen. Dies gelte besonders für Symptome wie Antriebslosigkeit, Konzentrationsstörungen sowie Energieverlust und in etwas geringerem Maße für Traurigkeit.
(3) Karabatsiakis A, Böck C, Salinas-Manrique J, et al. Mitochondrial respiration in peripheral blood mononuclear cells correlates with depressive subsymptoms and severity of major depression. Translational Psychiatry (2014) 4, e397;doi:10.1038/tp.2014.44. Published online 10 June 2014
(Quelle: idw-informationsdienst wissenschaft, URL der Originalmeldung: http://idw-online.de/de/news599074, Kontakt: iris.kolassa@uni-ulm.de)


Anmerkung von PreventNetwork:
In diesem Zusammenhang sei daran erinnert, dass ein wesentlicher Faktor in der Energieproduktion Coenzym Q10 ist. Die körpereigene Produktion nimmt jedoch ab dem 20. Lebensjahr kontinuierlich ab. Depressionen sind eine Indikation, bei der die orthomolekulare Medizin bereits seit längerer Zeit Coenzym Q10 einsetzt. In der Fülle der angebotenen Produkte haben offenbar jene, die das Q10 in nicht kristallisierter Form enthalten, eine höhere Bioverfügbarkeit. Ein Beispiel dafür: Q-Best von Thorne Research, mit 50 bzw. 100 mg je Kapsel. Bezugsquellen können bei PreventNetwork erfragt werden. 
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