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18. Feb 2010
OM- TELEGRAMM
Grüntee, Quercetin, Homocystein
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Grüntee, Quercetin, Homocystein

Grüntee
Dass der Konsum von Grünem Tee (ohne Milch natürlich) positive Wirkungen auf die Gesundheit haben kann, ist bekannt. Ein Forscherteam aus Hongkong fand durch In-vitro-Studien heraus, dass drei in Grüntee enthaltene Substanzen eine weitere interessante Wirkung haben:
Epigallocatechin (EGC), Gallocatechin (GC) und Gallocatechingallat (GCG) wurden aus Grüntee isoliert und Osteoblasten von Ratten damit behandelt. Dabei stellte sich heraus, dass EGC die alkalische Phosphatase der Osteoblasten stimuliert, die für eine Verbesserung der Knochenmineralisation bedeutsam ist. Außerdem hemmte es die Bildung von Osteoklasten.
Journal von Agriculture and Food Chemistry 2009;57:7293

Quercetin
Das ubiquitäre Flavonoid Quercetin ist als potentes Antioxidans bekannt. Eine kürzlich publizierte Untersuchung deutet auf ein weiteres interessantes Einsatzgebiet hin. 12 gesunde, untrainierte Collegestudenten erhielten zweimal täglich 500 mg Quercetin. Parameter waren die Sauerstoffausnutzung und der Zeitraum bis zur Ermüdung während des Radfahrens, gemessen wurde vor und nach der Supplementierung mit Quercetin oder Placebo. Die Supplementierung mit Quercetin ergab eine signifikant höhere Sauerstoffausnutzung und eine 13%-ige Erhöhung der Zeit bis zur Ermüdung.
International Journal of Sport Nutrition and Exercise Metabolism, 2010;20(1)

Homocystein
Mit dem Alter steigt gewöhnlich der Homocysteinspiegel im Plasma. Die negativen Folgen eines erhöhten HCy-Spiegels sind bekannt. Vor einiger Zeit erbrachte eine Untersuchung einen weiteren möglichen kausalen Zusammenhang, nämlich zwischen erhöhtem HCy und  Depression bei älteren Menschen. In der Studie mit 3752 Männern im Alter ab 70 Jahren war der Anstieg des Plasma-HCy assoziiert mit einem signifikant höheren Risiko für Depression. Da der genetische Polymorphismus der Methylentetrahydrofolatreduktase (MTHFR) die Homocysteinspiegel beeinflusst, wurden die Studienteilnehmer auch auf den Genotyp ihrer MTHFR unersucht. Die Personen mit der Abweichung C677T TT zeigten auch ein erhöhtes Depressionsrisiko (um 22% mehr gegenüber dem C6777T CC Genotyp). Um sagen zu können, ob dieser Zusammenhang kausal ist, braucht es noch weitere Studien.
Es besteht jedenfalls die Möglichkeit, dass die Senkung des HCy-Spiegels bei  älteren depressiven Personen hilfreich sein kann.
Arch Gen Psychiatry 2008;65:1286-1294

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