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Nachrichten
28. Mai 2010
OM-TELEGRAMM 
Myo-Inositol; Resveratrol; Vitamin D
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Myo-Inositol; Resveratrol; Vitamin D

„Lungenkrebsgen“ ausschalten mit Myo-Inositol?
Seit dem 8. April 2010 tauchen Meldungen auf, dass ein bestimmtes für Lungenkrebs verantwortliches Gen möglicherweise durch ein Mikronährstoffsupplement ausgeschaltet werden kann. Forscher der Universität Boston berichten von einem Aktivierungsanstieg des Phosphatidylinositol-Kinase (PI3K)-Gen-Pathways bei Patienten mit manifestem Lungenkarzinom bzw. präkanzerösen Läsionen . Dieser Pathway ist nicht nur betroffen von  Rauchexposition oder Lungenerkrankungen wie COPD. Die PI3K-Hochregulierung ist anscheinend spezifisch für Lungenkrebs und sagt die Anfälligkeit voraus; damit erklärt sich auch, warum nur etwa 10% der Raucher ein Lungenkarzinom entwickeln. Die Forscher gingen noch einen Schritt weiter und stellten fest, dass dieses Gen durch Supplementierung von Myo-Inositol herabreguliert werden kann. Raucher mit präkanzeröser Dysplasie im Atmungstrakt erreichten nach 2-3 Monaten täglicher Myo-Inositoleinnahme (18 g/die) eine Regression der präkanzerösen Läsionen.
Sci Transl Med 2010;2:26. http://stm.sciencemag.org/content/2/26/26ra25.full

Rotwein verbessert die Funktion der Blutgefäße
Vieles weist darauf hin, dass das Gefäßendothel eine wesentliche Rolle in der Erhaltung eines gesunden Gefäßtonus spielt. NO, einer der Mediatoren einer guten endothelialen Funktion wird durch die Aminosäure L-Arginin gebildet. Endotheliale Dysfunktion kann durch erhöhte Spiegel von asymmetrischem Dimethylarginin (ADMA) verursacht werden. Sie äußert sich auf verschiedenste Weise, z.B. kardiovaskuläre Erkrankungen, erektile Dysfunktion oder PAK. Eine kürzlich veröffentliche Studie stellte fest, dass Rotwein die ADMA-Spiegel senkt. Das dürfte durch die Aktivierung eines Gens namens SIRT1 geschehen (oft als Langlebigkeitsgen bezeichnet). Alle Rotweine, die getestet wurden, senkten ADMA, allerdings brauchte es etwa die doppelte Menge an deutschem Rotwein gegenüber französischen und  italienischen Rotweinen. Da bekannt ist, das ein Polyphenol des Rotweins, nämlich Resveratrol, SIRT1 hochreguliert, ist es vermutlich das Resveratrol, das für diese Wirkung von Rotwein verantwortlich ist.
Kommentar von PreventNetwork : Resveratrol kann auch in Form hochwertiger Supplemente internationaler Hersteller konsumiert werden, wenn Rotwein aus anderen Gründen nicht angezeigt scheint. PreventNetwork  gibt auf Anfrage Produkthinweise (online@preventnetwork.com).
Biochem Biophys Res Commun 2009;390:703-709.

Vitamin D und Colorectalkarzinom
Das National Cancer Institute, USA, finanziert eine Studie zu möglichen Zusammenhängen zwischen Vitamin D3 und dem Entstehen von Kolorektalkarzinomen. Josephia Muindi, Ärztin und Ass.Professsor am Department für Medizin des Roswell Park Cancer Instituts, erhielt einen Zuschuss von 108.000 $, um einen möglichen Link zwischen Vitamin D3-Stoffwechsel und kolorektalen Karzinomen zu untersuchen. Es zeigt sich, dass eine zunehmende Zahl von Erkrankungen mit Vitamin-D-Mangel in Verbindung stehen. Das Verständnis für Veränderungen im Vitamin-D3-Stoffwechsel bei einzelnen Patienten könnte die Forscher dahin führen, dass sie Patienten mit erhöhtem Risiko für bestimmte Krankheiten erkennen können.  Dr. Muindi nimmt an, dass manche Gene, die in die Biotransformation von Vitamin D3 involviert sind, dafür maßgeblich sind, wie gut der Körper diesen Mikronährstoff absorbiert (sei es aus natürlichen Quellen oder aus Supplementen). Das könnte dann auch dazu beitragen, dass man vorhersagen kann, wie wirksam Vitamin-D3-Interventionen bei einem Patienten sind.
http://www.roswellpark.org, call 1-877-ASK-RPCI (1-877-275-7724) or email askrpci@roswellpark.org.

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