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Nachrichten
04. Nov 2010
OM-TELEGRAMM
Resveratrol; Vitamin E; Folat

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Resveratrol; Vitamin E; Folat

Resveratrol, Adipositas und Diabetes 
Resveratrol gehört zur großen Gruppe der biologisch aktiven Substanzen aus Pflanzen. Es gilt als Phytoöstrogen, weil es mit dem Östrogenrezeptor interagiert. Zahlreiche gesundheitsfördernde Eigenschaften werden in der Literatur beschrieben: R. ist kardioprotektiv, antikarzinogen, antiinflammatorisch und antioxidativ. Untersuchungen aus der jüngeren Zeit zeigen, dass es offenbar auch günstige Wirkung bei Adipositas und Diabetes haben kann. In Tierversuchen konnte bereits nachgewiesen werden, dass es bei Säugetieren, die kalorienreiches Futter bekamen, zu Gewichtsabnahme und zur Reduzierung von Fettleibigkeit beitrug durch günstige Beeinflussung von Genexpressionen und Enzymaktivitäten. Im Tierversuch konnte bereits nachgewiesen werden, dass es auch bei Diabetes und diabetischen Komplikationen hilfreich sein kann, da es die Insulinsekretion und die Insulinkonzentration im Blut beeinflusst.
Szkudelska K, Szkudelski T. Resveratrol, obesity and diabetes. Eur J Pharmacol. 2010 Jun 10;635(1-3):1-8. (Kontakt: tszkudel@jay.up.poznan.pl)
(Quelle: Alternative Medicine Review,2/2010)

Vitamin E schützt vor neurotoxischen Nebenwirkungen von Cisplatin
Die klinische Anwendung einer Cisplatin-Chemotherapie ist wegen der schweren peripheren Neurotoxizität bei kumulativen Dosen von mehr als 300mg/m2 nur beschränkt möglich, wenn diese NW nicht reduziert werden kann. Andrea Pace vom nationalen Krebsforschungsinstitut Regina Elena in Rom forscht und publiziert seit 2001 zur Wirkung von Vitamin E in Zusammenhang mit einer Cisplatin-Therapie. In der jüngsten veröffentlichten Untersuchung (randomisiert, placebo-kontrolliert) wird die neuroprotektive Wirkung von Vitamin E untersucht. 108 Patienten erhielten oral entweder 400 mg/alpha-Tocopherol oder Placebo, beginnend bereits vor der Chemotherapie bis einschließlich drei Monate nach Therapieende. 68 Patienten wurden nach der Cisplatin-Therapie klinisch und neurophysiologisch untersucht; 41 Patienten erhielten eine kumulative Therapie mit mehr als 300mg/m2 und waren damit qualifiziert für die statische Analyse, 17 davon in der Vitamin-E-Gruppe, 24 in der Placebo-Gruppe. Das Auftreten neurotoxischer Nebenwirkungen war in der Vitamin-E-Gruppe signifikant geringer (bei 5,9% der Pat.) als in der Placebo-Gruppe (41,7%). Auch die Schwere der Nebenwirkungen war in der Verumgruppe deutlich geringer (nach dem Total Neuropathy Score 1.4 vs 4.1). Die Studie belegt die neuroprotektive Bedeutung einer begleitenden Vitamin-E-Gabe bei Cisplatin-basierter Chemotherapie.
Pace A, Giannarelli D, Galiè E. Vitamin E neuroprotection for cisplatin neuropathy: a randomized, placebo-controlled trial. Neurology. 2010 Mar 2;74(9):762-6.
(Kontakt:
pace@ifo.it)

Antibabypille mit Folat
Die amerikanische Food and Drug Association hat kürzlich ein orales folathaltiges Kontrazeptivum zugelassen, um möglichen Geburtsfehlern bei Empfängnissen nach Absetzen der Pille vorzubeugen. Die Östrogen-Progestin-Kombination enthält zusätzlich 451 µg Levomefolat-Calcium, einen Folsäuremetaboliten.
(Quelle: medpagetoday, 27.9.2010)

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