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Nachrichten
26. Jul 2011
OM-Telegramm
Modifiziertes Zitruspektin (MCP); Vitamin E; Polyphenole aus Traubenkernen; Omega-3-Fettsäuren
OM-Telegramm
Modifiziertes Zitruspektin (MCP); Vitamin E; Polyphenole aus Traubenkernen; Omega-3-Fettsäuren

Kann MCP das Fortschreiten von Prostata-Ca bremsen?
An der Klinik für Tumorbiologie in Freiburg im Breisgau läuft eine Studie, die die Effizienz einer adjuvanten Behandlung mit modifiziertem Zitruspektin bei Patienten mit einem biochemischen PSA-Rezidiv untersucht. Erste Daten aus Tierexperimenten und klinischen Untersuchungen zeigten, dass MCP offenbar das Wachstum von Prostatakrebszellen durch Hemmung der Gefäßneubildung signifikant verlangsamen kann und auch Apoptose-auslösend wirkt.
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://idw-online.de/de/news413941
(Kontakt: Dr. med. Marc Azémar, azemar@tumorbio.uni-freiburg.de)

Polyphenole aus Traubenkernen – Hilfe bei M. Alzheimer?
Ein Forschungsprojekt unter der Leitung von Giulio M. Pasinetti (Mount Sinai School of Medicine, USA) konnte nachweisen, dass Polyphenole aus. Traubenkernen, ein natürlich vorkommendes Antioxidans, der Entstehung von Alzheimer-Krankheit vorbeugen bzw. die Progression der Erkrankung stark verzögern können. Der Wirkmechanismus beruht offenbar auf einer Behinderung der Bildung von Aβ*56 und damit auf einer Reduzierung der Neurotoxine im Gehirn.
„Da diese natürlich vorkommenden Polyphenole gewöhnlich auch in Form von Nahrungsergänzungsmitteln im Handel erhältlich sind und auch nach langen Anwendungsperioden nur vernachlässigbare Nebenwirkungen haben, stellt dieses Ergebnis eine vielversprechende Option für Prävention und Behandlung dar“, sagte Dr. Pasinetti. Die Substanz wird derzeit klinisch getestet. Die Forscher betonen, dass es für den wirksamen Präventiveinsatz nötig wäre, einen Biomarker für hohes Alzheimer-Risiko zu identifizieren. Aber auch Patienten im Anfangsstadium der Krankheit würden vermutlich durch die Reduzierung der Neurotoxine im Gehirn Nutzen ziehen.
Quelle: newswise Newsletter, 15. Juli 2011
* Liu P, Kemper LJ, Pasinetti GM, et al. Grape Seed Polyphenolic Extract Specifically Decreases Aβ*56 in the Brains of Tg2576 Mice. J Alzheimers Dis. 2011 Jul 8. [Epub ahead of print]

Tocotrienole als Schlaganfall-Vorbeugung
Bei der 2. Internationalen Konferenz über Tocotrienole und chronische Erkrankungen (Juni 2011) wurde eine Untersuchung an Hunden vorgestellt*, der zufolge die präventive Gabe von Vitamin E in Form von Tocotrienolen die Gehirnschädigung nach Schlaganfällen vermindert. Es gibt auch Hinweise, dass Tocotrienole Gene triggern, die die Struktur der Blutgefäße verändern und damit eine Umgehung der Blockade unterstützen. Das kann helfen, einen neuerlichen Schlaganfall zu verhindern. Es gebe zwar vielversprechende Forschungen, um ein Medikament gegen Hirnschäden nach Schlaganfall zu entwickeln, wie Dr. Cameron Rink, einer der Forscher, sagte, aber bis daraus allgemein einsetzbare Medikamente werden, dauere es Jahre. Der prophylaktische Einsatz von Tocotrienolen oder Sauerstofftherapie wären, wenn sich die Ergebnisse erhärten, rasch in die klinische Praxis umzusetzen.
Quelle: newswise Newsletter, http://www.newswise.com/articles/view/578622
* Rink C, et al. Preventive Use of One Form of Natural Vitamin E May Reduce Stroke Damage (Kontakt: Email: cameron.rink@osumc.edu)

Omega-3-Fettsäuren reduzieren Angst und Entzündungen in gesunden Studenten
Omega-3-Fettsäuren wie EPA und DHA dürften, wie manche Untersuchungen zeigen, eine Rolle spielen für die Reduzierung von Zytokinen im Körper. Möglicherweise reduzieren sie auch Depressionen. Da psychischer Stress die Zytokinproduktion erhöht, wollten die Forscher klären, ob höherer Verzehr  von Omega-3-FS Entzündungsvorgänge reduzieren kann*.
Als Testpersonen wurden 68 gesunde Medizinstudenten (1. und 2. Studienjahr) ausgewählt. Die eine Hälfte der Studenten erhielt Fischöl, die andere Placebo. In Bezug auf psychischen Stress ergab sich kein Ergebnis – das sei möglicherweise an gegenüber früher veränderten Studienbedingungen gelegen (verändertes Curriculum, andere Verteilung der Prüfungen). Allerdings zeigte sich eine bemerkenswerte Veränderung in Bezug auf Angst unter den Studenten. In der Verumgruppe zeigte sich eine Reduktion um 20 %. Die Blutanalyse zeigte in der Verumgruppe eine Reduktion von IL-6 um 14 %.
(Quelle: Ohio State University, Juli 2011, http://researchnews.osu.edu/archive/omega3.htm)
* Glaser R, Kiecolt-Glaser J, et al. Omega-3 Reduces Anxiety and Inflammation in Healthy Students
(Kontakt:  Janice Kiecolt-Glaser:
Janice.Kiecolt-Glaser@osumc.edu)
 

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