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Nachrichten
26. Jan 2012
OM-Telegramm
Vitamin D;
N-Acetylglucosamin; Magnesium
OM-Telegramm
Vitamin D; N-Acetylglucosamin; Magnesium

Vitamin D und COPD
Personen, die an COPD leiden, haben häufig deutlich erniedrigte bzw. zu niedrige Vitamin-D-Spiegel, die mit einem erhöhten Risiko für extrapulmonale Manifestationen der Erkrankung einhergehen.
Eine kleine randomisierte Studie aus Belgien (182 Probanden mit mittelschwerem bis schwerem COPD) kam zu keinem eindeutigen Ergebnis. Allerdings stellten die Forscher fest, dass die Supplementierung (100.000 IE/Monat über 1 Jahr) von Vitamin D bei extrem niedrigen Ausgangsspiegeln von Vitamin D (unter 10ng/ml) eine deutliche Reduzierung von Exazerbationen bewirkte (um 43%).
Die Ergebnisse der Studie seien nach Aussagen der Forscher nur bedingt aussagekräftig: Die Probandenzahl war klein, die meisten Patienten hatten schweres COPD, mit maximaler Inhalationstherapie gegen Exazerbationen, auch könnte bei einigen eine Unempfindlichkeit für Vitamin D bestanden haben, bedingt durch Rauchen und chronische Entzündungen.
Lehouck A, Mathieu C, Carremans C, et al. High doses of vitamin D to reduce exacerbations in chronic obstructive pulmonary disease: A randomized trial. Ann Intern Med 2012; 156: 105-114.
(Quelle: medpage today, 18.1.2012)

N-Acetylglucosamin und Multiple Sklerose – eine vielversprechende Beziehung?
Die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten für MS sind beschränkt – entweder in ihrer Wirkung oder durch ihre Kosten bzw. die möglichen toxischen Nebenwirkungen. Eine im November 2011 publizierte Studie aus dem Neurologiedepartment der Universität in Irvine konnte zeigen, dass N-Acetylglucosamin (GlcNAc) die N-Glykan-Verzweigung fördert. Es wird berichtet, dass orales GlcNAc die Response von Th1 und Th17 hemmt und den klinischen Schweregrad einer durch Myelin Oligodendrozyten Glycoprotein (MOG) induzierten EAE (experimentelle autoimmune Enzephalomyelitis) abschwächt, wenn es nach Ausbruch der Erkrankung eingenommen wird.
Die Ergebnisse der Untersuchung legen für die Autoren nahe, dass orales GlcNAc ein kostengünstiges, nichttoxisches orales Mittel bei MS darstellen könnte, das gezielt auf einen kausalen molekularen Mechanismus der Erkrankung wirkt.
Grigorian A, Araujo L, Naidu NN, et al. N-acetylglucosamine inhibits T-helper 1 (Th1)/T-helper 17 (Th17) cell responses and treats experimental autoimmune encephalomyelitis. J Biol Chem 2011; Nov 18;286(46):40133-41.
(Quelle: Studienabstract aus PubMed)

Magnesium und Fibromyalgie
Eine Studie aus dem Department für Physikalische Medizin und Rehabilitation der Acıbadem University Medical School, Istanbul, untersuchte den Zusammenhang zwischen Magnesiumspiegeln und Fibromyalgie-Symptomen, um den Einfluss einer Behandlung mit Mg-Zitrat auf diese Symptome zu klären. 60 prämenopausale Frauen mit diagnostizierter Fibromyalgie und 20 gesunde Kontrollpersonen wurden in die Untersuchung einbezogen.
Die erkrankten Frauen wurden in drei Gruppen geteilt, je 20 Frauen erhielten täglich 300 mg Magnesium(zitrat) bzw. 10 mg Amitriptylin bzw. 300 mg Magnesium(zitrat) und 10 mg Amitriptylin. Alle Parameter (Schmerzintensität, Schmerzschwelle, Anzahl der Tender Points usw.) wurden zu Beginn und am Ende der achtwöchigen Behandlungszeit erhoben. Die Serum- und Erythrozyten-Magnesiumspiegel waren bei allen Patientinnen gegenüber den gesunden Frauen deutlich niedriger. Unter Magnesiumzitratgabe nahmen die Anzahl der Tender Points, der Tender Point Index, der FIQ und die Beck-Depressionsskala signifikant ab. Die Kombination von Magnesium mit Amitriptylin erwies sich für alle Parameter außer dem Taubheitsgefühl als wirksam.
Bagis S, Karabiber M, As I, et al. Is magnesium citrate treatment effective on pain, clinical parameters and functional status in patients with fibromyalgia? Rheumatol Int 2012; Jan 22. (EPub ahead of print)
(Quelle: Studienabstract aus PubMed)

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