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Nachrichten
01. Aug 2012
OM-Telegramm
Omega-6-Fettsäuren; Folsäure; Zink
OM-Telegramm
Omega-6-Fettsäuren; Folsäure; Zink

Omega-6-Fettsäure-Metabolit vermehrt blutbildende Stammzellen
Zu einem möglicherweise wegweisenden Ergebnis führte ein Forschungsprojekt, das von Wissenschaftlern der Goethe Universität Frankfurt/Main, des Max-Planck-Instituts für Herz- und Lungenforschung, Bad Nauheim, und der University of California, Davis, durchgeführt wurde. Sie fanden einen Metaboliten, der sich von der Linolsäure herleitet und ein Produkt der Epoxidhydrolase ist. In Versuchen mit Zebrafischen (die dieses Enzym beinhalten) konnte gezeigt werden, dass die Hemmung der Epoxidhydrolase zu einem fast vollständigen Verlust der blutbildenden Stammzellen führt. Bei neuerlicher Zugabe des Enzyms wurden diese Stammzellen vom Organismus wieder hergestellt.
Eine andere Versuchsreihe mit Mäusen bestätigte diese Ergebnisse. Damit eröffnet sich eine neue Perspektive, die Effizienz einer Behandlung mit Stammzellen zu erhöhen.
(Quelle: http://idw-online.de/de/news484484)   
Timo Frömel et al.: Soluble epoxide hydrolase regulates hematopoetic progenitor cell function via variation of fatty acid diols, in: PNAS Early edition
www.pnas.org/cgi/doi/10.1073/pnas.1206493109

Gute Folsäure-Versorgung in der Schwangerschaft kann manchen kindlichen Karzinomen vorbeugen
Die epidemiologische Evidenz zeigt, dass pränatale Vitamingaben das Risiko für manche Karzinome der Kinder reduzieren kann. Systematische Untersuchungen dazu, vor allem im Zusammenhang mit dem Beginn der Folsäure-Anreicherung in Getreide in den USA (1998) fehlten bisher. 
Untersucht wurden Kinder zwischen 0 und 4 Jahren, die im Zeitraum 1986-2008 an malignen Tumoren erkrankten. Für Wilms Tumore zeigte sich klar eine verminderte Inzidenz für die Zeit der Folsäure-Anreicherung. Einem Anstieg zwischen 1986 und 1997 steht seit 1998 eine deutliche Abnahme gegenüber.
Der Zusammenhang zwischen Folsäure-Versorgung und Wilms Tumoren wurde zuvor bereits in einer kleinen Untersuchung in Ontario, Canada, festgestellt.
Bei PNE-Tumoren zeigte sich eine Zunahme von 1986 bis 1993, danach folgte ein deutlicher Einschnitt und eine kontinuierliche Reduktion. Hier ist zwar kein unmittelbarer Zusammenhang mit der Folsäure-Anreicherung von Getreide gegeben, andererseits gibt es einen klaren Zusammenhang zwischen diesem Rückgang mit der 1992 ausgegebenen Empfehlung an Frauen im gebärfähigen Alter, 400 µg Folsäure täglich zu sich zu nehmen.
Auch wenn noch weitere Studien nötig sein werden, um die Ergebnisse zu verifizieren und andere Ursachen für die Inzidenzveränderung auszuschließen, eines zeigte sich jedenfalls in  dieser Untersuchung an über 8800 krebskranken Kindern: Durch die Folsäure-Anreicherung kam es zu keinem Anstieg kindlicher Karzinome, halten die Studienautoren fest.
(Quelle: www.newswise.com, 21. 5. 2012)
Linabery AM, Johnson KJ, Ross JA. Childhood cancer incidence trends in association with US folic acid fortification (1986-2008). Pediatrics. 2012 Jun;129(6):1125-33. Epub 2012 May 21.

Zink bei schweren Infektionskrankheiten von Säuglingen
In Entwicklungsländern sind schwere bakterielle Infektionen eine Hauptursache der Kindersterblichkeit. Die Antibiotikatherapie ist nicht immer erfolgreich. Die in Lancet publizierte indische Studie (randomisiert, doppel-blind und plazebokontrolliert) untersuchte die orale Gabe von 10 mg Zink zusätzlich zur Antibiotika-Standardtherapie bei 7 bis 120 Tage alten Säuglingen mit schweren Infektionskrankheiten. 332 Säuglinge erhielten Zink, 323 Plazebo. Primärer Endpunkt war das Versagen der Antibiotikatherapie (wenn sieben Tage nach Randomisierung auf ein anderes Antibiotikum umgestellt wurde, der Säugling intensivmedizinisch behandelt werden musste oder innerhalb von 21 Tagen verstarb).
Es zeigte sich, dass das Scheitern der Antibiotikatherapie unter begleitender Zinkgabe um 40% niedriger lag als in der Plazebogruppe. Keinen signifikanten Unterschied gab es bei den Todesfällen.
Die Autoren regen weitere Untersuchungen an, denn wenn dieses Ergebnis bestätigt würde, wäre die begleitende Zinkgabe ein wichtiger und preiswerter Beitrag zur Senkung der Säuglingssterblichkeit in Entwicklungsländern.
(Kontakt: shinjini.bhatnagar@thsti.res.in)
(Quelle: PMID: 22656335[PubMed - indexed for MEDLINE])
Bhatnagar S, Wadhwa N, Aneja S, et al. Zinc as adjunct treatment in infants aged between 7 and 120 days with probable serious bacterial infection: a randomised, double-blind, placebo-controlled trial. Lancet. 2012 Jun 2;379(9831):2072-8.)

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