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Nachrichten
21. Nov 2012
OM-Telegramm
Melatonin; Vitamin B3; Antioxidantien
OM-Telegramm
Melatonin; Vitamin B3; Antioxidantien

Melatonin – Möglichkeit bei Fatigue nach Schädel-Hirn-Trauma
Mehr als 60% der Personen, die ein Schädel-Hirn-Trauma erleiden, zeigen danach ausgeprägte Müdigkeit. Als Ursachen werden Depressionen, Angstzustände und Schlafstörungen diskutiert. Möglicherweise können aber auch verkürzte REM-Schlafphasen und eine gestörte Melatoninproduktion (Mit)Verursacher sein, wie eine neuere Untersuchung zeigt.*
Melatoningaben, evt. kombiniert mit Verhaltenstherapie oder Lichttherapie, können nach Ansicht von Forschern der Deutschen Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und funktionelle Bildgebung (DGKN) in diesen Fällen wirksam sein.
* Fatigue and Sleep Disturbance Following Traumatic Brain Injury — Their Nature, Causes, and Potential Treatments”; J Head Trauma Rehabil, Vol. 27, No. 3, pp. 224–233, Mai/Juni 2012
(Quelle: idw-Informationsdienst Wissenschaft, Link zur vollständigen Pressemeldung mit Kontaktdaten: http://idw-online.de/de/news506987)

Hochdosiertes Nicotinamid (Vitamin B3) wirksam gegen „Krankenhauskeime“
Das Journal of Clinical Investigation veröffentliche eine Studie aus den USA*, der zufolge hohe Dosen von Nicotinamid z.B. gegen antibiotikaresistente Stämme von Staphylococcus aureus und Pseudomonas wirksam sind. Vitamin B3 stärkt die neutrophilen Granulozyten, die eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung schädlicher Mikroorganismen spielen. Zwar sind nach Ansicht der Forscher Dr. med. Nils Thoennissen, Münster, und Dr. Pierre Kyme, PhD, Neuseeland, noch Studien nötig, um die tatsächliche Wirksamkeit am Menschen zu belegen und allenfalls mögliche Risiken oder Nebenwirkungen aufzudecken, denn die Studie wurde an Mäusen und in vitro an menschlichem Blut durchgeführt, jedoch scheint es den Wissenschaftlern wahrscheinlich, dass sich aufgrund dieser Erkenntnis in Krankenhäusern und anderen Risikoumgebungen neue präventive und therapeutische Möglichkeiten auftun.
Die eingesetzten hohen Dosierungen seien, obwohl sie etwa 300-mal höher sind als die empfohlene Tageszufuhr laut DGE liegen, laut Thoennissen unterhalb der Toxititätsschwelle. Nicotinamid wird in diesen Dosierungen z.B. vor Bestrahlungen  eingesetzt, weil dadurch die Wirkung der Bestrahlung auf bestimmte solide Tumore erhöht wird.
*Kyme P, Thoennissen NH, Tseng CW, et al. C/EBPε mediates nicotinamide-enhanced clearance of Staphylococcus aureus in mice. J Clin Invest. 2012;122(9):3316–3329. doi:10.1172/JCI62070. 
(Quelle: idw-Informationsdienst Wissenschaft, Link zur vollständigen Pressemeldung mit Kontaktdaten: http://idw-online.de/de/news497219)

Antioxidantien können das Risiko für Pankreaskarzinom senken
Eine online in Gut (BMJ Journals) veröffentlichte Studie* von Andrew R. Hart, MD, Norwich, und Kollegen zeigte einen signifikanten Zusammenhang zwischen niedrigen Antioxidantien-Spiegeln und dem Auftreten von Pankreaskarzinomen. Sollte sich zeigen, dass dies ein kausaler Zusammenhang ist, könnte nach Ansicht der Autoren einer von 12 Pankreaskarzinomfällen verhindert werden.
Das Pankreas-Ca-Risiko ist invers assoziiert mit der Einnahme von Aspirin und Statinen, auch Ernährungsfaktoren können das Risiko beeinflussen. Vor allem legen einige biologische Mechanismen nahe, dass Antioxidantien dabei eine Rolle spielen. Basis der Untersuchungen von Hart und Kollegen waren 23.658 Teilnehmer der European Prospective Investigation of Cancer (EPIC) Norfolk Study im Zeitraum 1993 bis 1997. Die Gruppe umfasste Männer und Frauen im Alter von 40 bis 74 Jahren zu Studienbeginn. Jeder Teilnehmer war zu Studienbeginn untersucht worden, Blutproben wurden genommen. Außerdem wurde ein 7-Tage-Ernährungsprotokoll erhoben.
Die Studienteilnehmer wurden bis Juni 2010 weiter beobachtet und neue Fälle von Pankreas-Ca wurden registriert. Nicht ausgewertet wurden Patienten, wenn die Diagnose nicht klar war, wenn die Krebserkrankung bereits zu Studienbeginn vorlag bzw. wenn die Diagnose innerhalb des ersten Jahres nach Studienabschluss der EPIC erfolgte.
Die Studienteilnehmer wurden in Quartile betreffend die Einnahme von Vitamin C, Vitamin E, Selen und Zink eingeteilt. Die Personen der drei höchsten Quartile für Vitamin C, E und Selen hatten ein um 67% geringeres Risiko, an Pankreas-Ca zu erkranken.
* Banim PJR, Luben R, McTaggart A, et al. Dietary antioxidants and the etiology of pancreatic cancer: A cohort study using datea from food diaries and biomarkers. Gut 2012; DOI:10.1136/gutnjl-2011-301908.
(Quelle: medpage today, 24. Juli 2012)

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