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Nachrichten
29. Jan 2013
OM-Telegramm
Kalium; Präbiotika; Jod
OM-Telegramm
Kalium; Präbiotika; Jod

Kalium als Frühmarker für Typ-2-Diabetes
Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums München haben herausgefunden*, dass bei Patienten mit hohem Blutdruck erniedrigte Kaliumspiegel im Blut vor allem dann auftreten, wenn die Patienten Typ-2-Diabetes haben und eine Vorstufe dazu. Sie konnten zeigen, dass diese Verbindung auch bei jenen Pat. besteht, die mit Diuretika behandelt werden. Außerdem konnte ein Zusammenhang nachgewiesen werden zwischen der Kaliumkonzentration im Serum und einem prädiabetischen Stadium. Damit scheint ein wichtiger diagnostischer Parameter bestätigt.
* Meisinger C., et al. Serum potassium is associated with prediabetes and newly diagnosed diabetes in hypertensive adults from the general population: The KORA F4-Study, Diabetologia Band 1: 1. Seite. doi:10.1007/s00125-012-2786-8
(Link zur Fachpublikation:
http://link.springer.com/article/10.1007/s00125-012-2786-8/fulltext.html)
 (Quelle: idw-Informationsdienst Wissenschaft, Link zur vollständigen Pressemeldung: http://idw-online.de/de/news509465)

Können Präbiotika prädiabetische Patienten mit Nierenkrankheiten nützen?
Das Problem ist bekannt: Patienten mit Nierenerkrankungen entwickeln oft Insulinresistenz, weil Substanzen, die über die Nieren ausgeschieden werden, nicht in physiologischer Menge ausgeschieden werden. Die Folge ist ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen. In einem Mausmodell* konnte gezeigt werden, dass, wenn die Nierenerkrankung mit geeigneten Präbiotika behandelt wurde, der Insulinresistenz und Lipidabnormalitäten vorgebeugt werden konnte.
Eine dieser problematischen Verbindungen ist p-Cresylsulfat (PCS), ein Toxin, das von den Darmbakterien produziert wird. Die meisten Dialysetechniken können es nicht ausreichend ausschwemmen. Das Forscherteam um Laetitia Koppe stellte fest, dass Mäuse mit normaler Nierenfunktion, wenn sie über vier Wochen PCS erhielten, Insulinresistenz entwickelten, Fettmasse verloren, und eine Veränderung der Verteilung des Körperfetts auf Muskeln und Leber aufwiesen, Merkmale, die mit kardiovaskulären Erkrankungen verbunden sind. Die Therapie mit einem Präbiotikum reduzierte die PCS-Spiegel und beugte den angegebenen Veränderungen vor.
Die Forscher plädieren für die Entwicklung neuer Therapiestrategien auf Grundlage dieser Erkenntnisse.
* Koppe L, Pillon NJ, Vella RE, et al. p-Cresyl Sulfate Promotes Insulin Resistance Associated with CKD. J Am Soc Nephrol. 2013 Jan;24(1):88-99. doi: 10.1681/ASN.2012050503.
(Quelle: newswise Newsletter, Dezember 2012)

Jod während Schwangerschaft und Stillzeit
Mit ihrem Artikel im JAMA* bringt das Autorenteam die Frage der Jodversorgung während Schwangerschaft und Stillzeit wieder aufs Tapet – dies auf dem Hintergrund einer immer schlechter werdenden Jodversorgung der amerikanischen Frauen durch die normale Ernährungsweise. Stagnaro-Green, Professor für Frauenheilkunde und Geburtshilfe an der George Wahington Unviersität, und E. Pearce, Assistenzprofessorin an der Boston University School of Medicine möchten eine breite Diskussion im Gesundheitswesen damit anregen. Denn die Folge eines Jodmangels der Mutter sei eine unzureichende Produktion der Schilddrüsenhormone, wodurch die Neuroentwicklung des Fötus bzw. Säuglings beeinträchtigt wird. Jodmangel, sogar ein geringfügiger, ist weltweit immer noch die Hauptursache für – vermeidbare! – geistige Retardierung. Aber auch erhöhte Kindersterblichkeit, Kropfbildung bei Mutter und Kind und erhöhtes Fehlgeburtsrisiko können die Folge sein.
Ihre Empfehlung für Schwangere und Stillende liegt bei einer Jodsupplementierung von 150 µg Kaliumjodid täglich. Auch bei einer guten Jodversorgung durch die Ernährung werde damit keinesfalls eine Risikogrenze auch nur annähernd erreicht. Die amerikanische Endokrinologische Gesellschaft empfehle deshalb, dass alle Multivitaminpräparate für Schwangere diese Menge an Kaliumjodid in der Tagesdosierung enthalten sollten.
Anmerkung: Die Situation ist in Österreich und Deutschland nicht wesentlich anders – die Böden sind jodarm, deshalb wurde die Jodanreicherung von Speisesalz schon vor längerer Zeit genehmigt. Die Arbeitsgruppe Pädiatrische Endokrinologie und Diabetologie Österreich empfiehlt Schwangeren und Stillenden Folgendes:
- Verwendung von Jodsalz im Haushalt
- Verwendung von mit Jodsalz hergestellten Lebensmitteln (Brot, Backwaren, Wurst, Käse, Fertiggerichte)
- 1 – 2x pro Woche Seefisch
- täglich Milch und Milchprodukte
- ergänzende Supplementierung in Absprache mit dem Arzt
* Stagnaro-Green A, Sullivan S, Pearce EN. Iodine Supplementation During Pregnancy and Lactation. JAMA December 19, 2012, Vol 308, No. 23
(Quelle: >Newswise Newsletter, Dezember 2012)

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