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Nachrichten
21. Mär 2013

OM-Telegramm
div. Mikronährstoffe; Multivitamine; Vitamin D3 

OM-Telegramm
div. Mikronährstoffe; Multivitamine; Vitamin D3 

Mikronährstoffe nach Magen-Bypass
Nach bariatrischen Eingriffen kann es zu einer Unverträglichkeit von manchen Nährstoffsupplementen und als Folge davon zu Mikronährstoffmängeln kommen. Das wurde bei der Jahrestagung 2012 des American College of Gastroenterology anhand von zwei Fällen dargelegt.
Den ersten Fall stellten Forscher der Universität von Missouri vor. Eine zum Zeitpunkt der Operation 38-jährige Frau ging 5 Jahre danach (dazwischen kaum Kontrollen) zum Arzt wegen großer Müdigkeit. Sie hatte in den 5 Jahren über 50 kg verloren. Sie hatte ihre gewohnten Supplemente nicht mehr vertragen und daher abgesetzt. Sie hatte ein leichtes systolisches Austreibungsgeräusch und war sehr blass. Der Hämoglobinwert lag bei 4,7g/dL, es bestanden deutliche Mineral- und Vitaminmängel, darunter, B12, Vit. D, Zink und Eisen. Sie bekam einen Behandlungszyklus mit Eisen i.v. und Hinweise auf Supplemente speziell für Magen-Bypass-Patienten. Bei einer Kontrolle nach 3 Monaten war der Hämoglobinwert auf 10,8 g/dL gestiegen und die Mikronährstoffwerte deutlich verbessert.
Der zweite Fall stammt vom Geisinger Medical Center in Danville, PA. eine 39-Jährige hatte 7 Jahre, bevor sie am Geisinger-Zentrum vorstellig wurde, einen Magen-Bypass bekommen. Es wurde Hypotonie und leichte Atemnot festgestellt, nach zwei Tagen Krankenhausaufenthalt hatte sie einen Atem- und Kreislaufkollaps, der einen Endotrachealtubus und künstliche Beatmung erforderlich machte. Das 2D-Echokardiogramm zeigte eine linksseitige ventrikulläre Ejektionsfraktion von weniger al 20%, die Herzkatheteruntersuchung ergab eine nicht-obstruktive kornoare Arterienkrankung. Der Selenspiegel lag bei 29mcg/L; Normalwert 63-160 mcg/L). Die Gabe von Selen führte relativ rasch zu einer deutlichen Verbesserung der Herzleistung.
(Quelle: Newswise, 18. Oktober 2012)
 
Tägliche Multivitaminmineral-Supplementierung reduziert das Krebsrisiko bei Männern
Eine Untersuchung von Dr. John M. Gaziano aus Boston ging einem möglichen Zusammenhang zwischen täglicher Multivitaminmineral-Supplementierung und der Häufigkeit von Krebserkrankungen bei Männern nach. Ausgewertet wurden Daten aus der Physicians‘ health Study II, die 14.641 Ärzte 50+ in den Vereinigten Staaten erfasste.
Sie unterteilten die Studienteilnehmer in zwei Gruppen, solche, die zwischen 1997 und Juni 2011 ein Multivitamin einnahmen, und solche, die dies nicht taten. Im Beobachtungszeitraum erkrankten 2669 Männer an einem Karzinom, davon 1373 Prostatakarzinome und 210 kolorektale Karzinome. Die Forscher stellten fest, dass am Ende des Beobachtungszeitraums das Krebsrisiko in der Multivitamin-Gruppe um 8 Prozent niedriger lag als bei den anderen.  Das Team um Gaziano betonte, dass die Supplementierung kein Ersatz sei für andere Präventivmaßnahmen wie nicht Rauchen und ausreichende Bewegung.
 (Quelle: Newswise, 15. Oktober 2012)

Ein Hinweis von PreventNetwork
Bei der Auswahl eines Multivitaminmineral-Supplements sollte auf gut bioverfügbare Verbindungen der Mikronährstoffe und eine Produktion ohne unnötige Farb- und Geschmacksstoffe geachtet werden. Daher sind in der Regel verkapselte Präparate Filmtabletten oder Tabletten gegenüber vorzuziehen. Internationale Hersteller (wie Thorne Research) bieten oft differenzierte Produkte an, z.B. speziell für Männer Al’s Formula oder verschiedene Kombinationen Basic Nutrients.

Vitamin D und Typ-1-Diabetes
Eine an der San Diego School of Medicine in Kalifornien eingebettete Fall-Kontroll-Studie (1) fand eine Beziehung zwischen Vitamin-D3-Serumspiegeln und dem Auftreten von Typ-1-Diabetes. Die über sechs Jahre laufende Untersuchung an fast 2000 Patienten legt eine präventive Rolle für Vitamin D3 nahe. Hinweise auf einen solchen Zusammenhang gab es bereits davor, Garland und sein Team interessierte der Nachweis und Hinweise einen möglichen „Schwellenwert“, ab dem das Risiko steigt.
Für die Untersuchung wurden Blutprobendaten des Department of Defense Serum Registry verwendet. 1000 Proben von Personen, die in der Folge Diabetes 1 entwickelt hatten, wurden mit etwa 1000 Proben von Personen verglichen, die keinen Typ-1-Diabetes bekamen. Die 25(OH)D-Serumspiegel wurden bestimmt und der kritische Wert für die Risikoerhöhung für Typ-1-Diabetes konnte festgestellt werden. Garland folgert aus den Ergebnissen, dass ein 25(OH)D-Spiegel von 50 ng/ml etwa die Hälfte der zu erwartenden Typ-1-Diabetesfälle verhindern kann. Er schätzt, dass für die meisten Menschen eine entsprechende Beeinflussung des Vitamin-D3-Spiegels eine tägliche Aufnahme von 4000 IE Vit. D3 nötig sei. Die Supplementierung in dieser Höhe sollte allerdings unbedingt aufgrund einer Laborbestimmung und regelmäßiger Kontrollen erfolgen.
*Gorham ED, Garland CF, Burgi AA, et al. Lower prediagnostic serum 25-hydroxyvitamin D concentration is associated with higher risk of insulin-requiring diabetes: a nested case-control study. Diabetologia. 2012 Dec;55(12):3224-7. doi: 10.1007/s00125-012-2709-8.
 (Quelle Newswise 15. November 2012 )

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