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29. Apr 2013
OM-Telegramm
Probiotika; Resveratrol; Vitamin D3
OM-Telegramm
Probiotika; Resveratrol; Vitamin D3

Probiotika reduzieren stress-induzierte Darmbeschwerden
Eine Untersuchung der Universität Michigan* belegte kürzlich, dass Stress zwar nicht unmittelbarer Verursacher von Reizdarmsyndrom ist, aber dass er die Interaktion zwischen Gehirn und Darm verändert, wodurch Darmentzündungen entstehen können, die dann häufig zu schweren oder chronischen  Bauchschmerzen, vermindertem Appetit und Durchfall führen. Der Mechanismus dabei ist die Unterdrückung eines Proteinkomplexes (Inflammasom), der für die Erhaltung einer gesunden Darmflora erforderlich ist. Dr. John Y. Kao, einer der Studienautoren, betont, dass zwar noch klinische Studien nötig seien, um die optimale probiotische Therapie herauszufinden. Aber diese Untersuchung erkläre, warum es sinnvoll sei, Patienten mit Reizdarmsyndrom mit Probiotika zu behandeln.
*Sun Y, Zhang M, Kao JY. Stress-Induced Corticotropin-Releasing Hormone-Mediated NLRP6 Inflammasome Inhibition and Transmissible Enteritis in Mice. Gastroenterology. 2013 Mar 5. pii: S0016-5085(13)00287-4. doi: 10.1053/j.gastro.2013.02.038. [Epub ahead of print]
 (Quelle: Newswise, 14. März 2013)
 
Resveratrol als mögliche Hilfe bei Morphium-Toleranz?
Es ist erst das Ergebnis einer Untersuchung an Ratten, könnte aber eine wichtige klinische Funktion erfüllen*: In der im Herbst 2012 veröffentlichten Studie aus Taiwan zeigte sich bei Ratten, die eine Morphium-Toleranz entwickelt hatten, dass durch Resveratrol die schmerzstillende Wirkung von Morphium erhalten werden konnte. Dies geschieht auf zweierlei Weise: Einerseits hindert Resveratrol den Anstieg in der Expression von N-methyl-D-Aspartat, einem Neurotransmitter-Rezeptor, der mit Morphium-Toleranz einhergeht - andererseits blockiert Resveratrol bei Morphium-toleranten Ratten die Zunahme von proinflammatorischen Zytokinen.
Weitere Forschungen sind nötig, um zu überprüfen, ob Resveratrol in der klinischen Schmerzbehandlung tatsächlich eine Möglichkeit darstellt, vor allem für Patienten, die über lange Zeiträume Morphium bekommen müssen.
*Tsai RY, Chou KY, Shen CH, et al. Resveratrol Regulates N-Methyl-d-Aspartate Receptor Expression and Suppresses Neuroinflammation in Morphine-Tolerant Rats Anesth Analg October 2012 115:944-952; published ahead of print June 19, 2012, doi:10.1213/ANE.0b013e31825da0fb
(Quelle: Newswise, 25. September 2012)

Vitamin D und Lungengesundheit
Eine Querschnittstudie an koreanischen Erwachsenen zeigte einen signifikanten positiven Zusammenhang zwischen Serum-Vitamin-D und Lungenfunktion. Patienten mit den höchsten 25-OH-Vitamin-D-Spiegeln hatten eine signifikant höhere Einsekundenkapazität und Vitalkapazität im Vergleich zu den Patienten mit den niedrigsten 25-OHD-Spiegeln. Besonders deutlich war der Unterschied bei Patienten mit Tuberkuloseanamnese. Unabhängig war die Signifikanz von Größen wie Alter, Geschlecht, BMI, Lebensweise (Rauchen und  Bewegung), Berufstätigkeit, Wohnort, Jahreszeit usw.
Im Blick auf die Tuberkulose-Subgruppe vermuten die Forscher, dass die Anfälligkeit für TBC mit Vitamin-D-Mangel in Verbindung stehen könnte und dass eine Vitamin-D-Therapie für die Lungenfunktion in dieser Bevölkerungsgruppe hilfreich sein könnte.
Ein Mechanismus für dieses Phänomen könnte sein, dass eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung die Erholung von Infektionen beschleunigt und durch Up-Regulation antimikrobieller Peptide die angeborene Immunität verbessert. Bisherige Beobachtungsstudien brachten unterschiedliche Ergebnisse. Die aktuellen Empfehlungen zur Vitamin-D- Aufnahme orientieren sich am Bedarf für die Knochengesundheit, nicht an anderen Parametern.
*Choi C-J, Seo M, Choi W-S, et al. Relationship Between Serum 25-Hydroxyvitamin D and Lung Function Among Korean Adults in Korea National Health and Nutrition Examination Survey (KNHANES), 2008–2010. J Clin Endocrinol Metab 2013; DOI: 10.1210/jc.2012-3901.
 (Quelle: Newsletter Medpage Today, 29. März 2013)

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