|   Impressum   |   Sitemap
Nachrichten
23. Sep 2013
OM-Telegramm
Melatonin; Curcumin; Omega-3-Fettsäuren; Vitamin C
OM-Telegramm
Melatonin; Curcumin; Omega-3-Fettsäuren; Vitamin C

Zu wenig Melatonin dürfte das Risiko für Typ-2-Diabetes erhöhen
C.J. McMullan, MD am Brigham and Women’s Hospital, Boston, und Kollegen stellen eine eingebettete Fallkontrollstudie (1) anhand von Daten aus der Nurses‘ Health Studie (NHS) vor. Ausgangspunkt war, dass es Indizien gibt, die darauf schließen lassen, dass Melatonin eine Rolle im Glukosestoffwechsel spielt. Melatoninrezeptoren gibt es in verschiedensten Körpergeweben, einschließlich der Pankreasinselzellen. Mutationen, die zu einem Funktionsverlust der Melatoninrezeptoren führen, stehen nach Aussage der Forschergruppe in Zusammenhang mit Insulinresistenz und Typ-2-Diabetes.
Von den Teilnehmerinnen der NHS, die zu Studienbeginn im Jahr 2000 keinen Diabetes hatten, erkrankten im Zeitraum 2000-2012 370 an Diabetes 2. Zur Risikoermittlung wurde aus den übrigen Teilnehmerinnen eine gleich große Kontrollgruppe ermittelt. Es zeigte sich ein signifikanter Zusammenhang zwischen Melatoninsekretion bei Studienbeginn und  Auftreten von Typ-2-Diabetes. Weitere Untersuchungen sind erforderlich, um festzustellen, ob die Melatoninsekretion ein modifizierbarer Risikofaktor für Diabetes 2 ist.
Eine inverse Verbindung zwischen nächtlicher Melatoninsekretion und Insulinresistenz bei nichtdiabetischen jungen Frauen konnte von einem Team um Dr. McMullan in einer weiteren Untersuchung nachgewiesen werden (2).
(1) McMullan CJ, Schernhammer ES, Rimm EB, et al. Melatonin secretion and the incidence of type 2 diabetes. JAMA 2013 Apr 3;309(13):1388-96.doi:10.1001/jama.2013.2710.
Kontakt: cmcmullan1(at)partners.org

(2)  McMullan CJ, Curhan GC, Schernhammer ES, et al. Association of nocturnal melatonin secretion with insulin resistance in nondiabetic young women. Am J Epidemiol, 2013 Jul 15;178(2):231-8: 10.1093(aje/kws470. Epub 2013 Jun 28.
Quelle: Newswise Newsletter 29.3.2013, und Studienabstracts
 
Curcumin verhindert das Eintreten von Hepatitis-C-Viren in Leberzellen
Twincore, das Zentrum für Experimentelle und Klinische Infektionsforschung der Medizinischen Hochschule Hannover und des Helmholtz Zentrums für Infektionsforschung, brachte kürzlich eine interessante Meldung über ein Forschungsprojekt. Angeregt wurde das Projekt von Dr. Eike Steinmann und Dr. Anggakusuma (Indonesien) durch die Erfahrung des letzeren, dass in Indonesien Gelbwurzel als Mittel bei Leberbeschwerden gilt. Deshalb sollte die Wirkung von Curcumin auf das leberspezifische Hepatitis-C-Virus untersucht werden. Denn inzwischen ist eine chronische Leberinfektion mit dem HCV die häufigste Ursache für Lebertransplantationen. Allerdings wird das transplantierte Organ sehr oft durch Virenreservoirs im Körper neu mit dem Virus infiziert und zerstört. Es wäre dringend nötig, Wege zu finden, diese Re-Infektion zu verhindern.
Die Wissenschaftler konnten in Zellkulturen nachweisen, dass Curcumin den Eintritt des Virus in Leberzellen verhindert, und zwar, indem es die Flexibilität der Virushülle verändert. Sie testeten ferner Curcumin in Kombination mit den gängigen Medikamenten und stellten, ebenfalls in Zellkulturen, eine deutlich stärkere antivirale Wirkung dieser Kombination im Vergleich zu den Medikamenten allein fest. Bereits 2011 konnten sie nachweisen, dass die Kombination von Curcumin mit grünem Tee wegen dessen Gehalt an Epigallocatechin-3-gallat wirkungsvoller ist als Curcumin oder Grüntee allein.
Anggakusuma, Colpitts CC, Steinmann E, et al. Turmeric curcumin inhibits entry of all hepatitis C virus genotypes into human liver cells. Gut 2013 Jul 31. doi: 10.1136/gutjnl-2012-304299.[Epub ahead of print]
Kontakt: Dr. Eike Steinmann, eike.steinmann(at)twincore.de
Quelle: Presseaussendung von Twincore.de

Omega-3-Fettsäuren in der Herztod-Prävention bei Dialysepatienten
Der Wirksamkeit von Omega-3-Fettsäuren für Dialysepatienten ging eine Studie nach, die im Februar 2013 in Kidney International veröffentlicht wurde. Vor allem im ersten Jahr der Dialyse ist das Risiko für plötzlichen Herztod in dieser Gruppe besonders hoch. Die Forschergruppe um Allon N. Friedman, MD, von der Indiana University School of Medicine berichtete, dass höhere Omega-3-Fettsäurespiegel stark assoziiert seien mit einem geringeren Risiko für plötzlichen Herztod im ersten Jahr der Dialysebehandlung. (Untersucht wurden die Werte von 100 Personen, die während des ersten Dialysejahres an plötzlichem Herztod starben, und 300 Personen, die das erste Jahr überlebten). Klinische Studien zur weiteren Klärung dieses auffallenden positiven Zusammenhangs seien erforderlich, aber die Ergebnisse legen  eine entsprechende Ernährungsempfehlung für Dialysepatienten nahe.
Friedman AN, Yu Z, Denski C, et al. Fatty acids and other risk factors for sudden cardiac death in patients starting hemodialysis. Am J Nephrol. 2013;38(1):12-8. doi: 10.1159/000351764. Epub 2013 Jun 25.
Kontakt: allfried(at)iupui.edu
Quelle: Newswise Newsletter, 6. 2. 2013 und Abstract

Vitamin C verhindert Knochendichte-Verlust im Mausmodell
Erstmals konnte ein Forscherteam um Dr. Mone Zaidi vom Mount Sinai Medical Center, USA, nachweisen, das hohe Dosen von Vitamin C bei Mäusen aktiv vor Osteoporose schützen. Da Osteoporose eine sehr weit verbreitete Erkankung ist, ist dieses Ergebnis auf die Zukunft hin von großer Bedeutung, auch wenn weitere klinische Untersuchen erst erfolgen müssen. Den Mäusen wurden oral hohe Dosen von Vitamin C verabreicht, es zeigte sich, dass dadurch die Knochenbildung stimuliert wurde. Einem Teil der Versuchstiere waren die Eierstöcke entfernt worden (da dies bekanntermaßen die Knochendichte reduziert). Von dieser Gruppe erhielt ein Teil kein Vitamin C, der andere hohe Vitamin-C-Gaben. Die Gruppe ohne Vitamin C hatte nach acht Wochen eine deutlich niedrigere Knochendichte als die Gruppe, die hohe Vitamin-C-Dosen erhalten hatte.
Zhu L-L, Cao J, Sun M, Yuen T, Zhou R, et al. (2012). Vitamin C Prevents Hypogonadal Bone Loss. PLoS ONE 7(10): e47058. doi:10.1371/journal.pone.0047058
Der Fachtext kann unter diesem Link nachgelesen werden:
http://www.plosone.org/article/info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pone.0047058
Quelle: Newswise Newsletter, 9. 10. 2012

Hinweis von PreventNetwork:
Hypoallergene Produktbeispiele internationaler Hersteller:
Melatonin: Melaton-1, -3, -5; Curcumin: Meriva (Curcumin mit höherer Bioverfügbarkeit durch Phosphatidylcholinkomplex); Grüntee: Green Tea Phytosome (Grünteextrakt mit hoher Bioverfügbarkeit durch Phosphatidylcholinkomplex); Omega-3-Fettsäuren: Super EPA; Vitamin C: Buffered C Powder, Ascorbic Acid Caps, Vitamin C with Flavonoids
Bezugsquellennachweis bei PreventNetwork

PreventNetwork KG · Beratungs-, Verlags- und Medienservice · Gademannstraße 16 · D-22767 Hamburg
www.preventnetwork.com · Email: online@preventnetwork.com · Hotline Tel.: 01805/11 44 30 · Hotline Fax: 01805/11 44 35