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17. Dez 2014
OM-Telegramm
Resveratrol; Multivitamin; Magnesium
OM-Telegramm
Resveratrol; Multivitamin; Magnesium
Resveratrol wirkt entzündungshemmend*
Trotz fettreichem Essen findet sich in Frankreich eine geringere Herzerkrankungsrate als in Deutschland. Das sogenannte „French paradox“ wird dem Rotweingenuss der Franzosen zugeschrieben. Dieses Phänomen gab in der Vergangenheit Anlass zu verschiedenen Studien.
In diversen Forschungsprojekten ließ sich bereits zeigen, dass der in Rotwein enthaltene Naturstoff Resveratrol eine schützende Wirkung gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen hat. Doch wie genau sind die Wirkzusammenhänge? Zumindest ein Teil der schützenden Wirkung ist durch die Hemmung der Bildung von Entzündungsfaktoren durch Resveratrol zu erklären. Dieser Nachweis gelang nun einem Forscherteam um Juniorprofessorin Andrea Pautz und Professor Hartmut Kleinert, beide vom Institut für Pharmakologie der Universitätsmedizin Mainz, in einer gemeinsamen Forschungsarbeit mit Professor Oliver Werz von der Universität Jena und Professorin Verena Dirsch von der Universität Wien. Konkret fanden die Wissenschaftler heraus, dass der Naturstoff an das Regulatorprotein KSRP bindet und es dabei aktiviert. KSRP verringert die Stabilität der Boten-RNA (mRNA) für eine Vielzahl von entzündlichen Mediatoren und hemmt so deren Bildung.
„Wir wissen jetzt genauer, wie Resveratrol die Bildung von Entzündungsfaktoren hemmt, die Herz-Kreislauf-Erkrankungen auslösen. Das ist eine wichtige Entdeckung vor dem Hintergrund, dass neuere Forschungen belegen, dass Herzkreislauferkrankungen sehr stark durch Entzündungsprozesse im Körper vorangetrieben werden“, sagt Juniorprofessorin Dr. Andrea Pautz. Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall treten so gehäuft bei chronisch entzündlichen Erkrankungen (wie dem Rheuma) auf. Der Naturstoff Resveratrol hat also insbesondere bei entzündlichen Erkrankungen, die mit einer starken Schädigung des Herz-Kreislauf-Systems einhergehen, ein großes therapeutisches Potential.
(Quelle: idw-informationsdienst Wissenschaft; URL: http://idw-online.de/de/news613947)  Kontakt Prof. Kleinert: kleinert(at)uni-mainz.de
*Pautz A, Kleinert H, Werz O, Dirsch V, et al. Resveratrol post-transcriptionally regulates pro-inflammatory gene expression via regulation of KSRP RNA binding activity. Nucl. Acids Res. (2014) doi: 10.1093/nar/gku1033


Ein tägliches Multivitamin-Supplement über einen längeren Zeitraum senkt das Kataraktrisiko bei Männern**
Zurückliegende Studien haben bereits eine Verbindung zwischen der Einnahme von Nahrungsergänzung und Augengesundheit gezeigt. Diese Studie (randomisiert, doppelblind, placebokontrolliert) wurde als Teil der Physicians‘ Health Study II an 14.641 Ärzten zwischen 1997 und 2011 durchgeführt. Die Teilnehmer waren 50 Jahre und älter. Eine Hälfte nahm täglich ein Multivitaminpräparat und Vitamin C, Vitamin E sowie Beta-Carotin. Die andere Hälfte nahm ein Placebo. Im Beobachtungszeitraum entwickelten sich in der Supplementgruppe 872 Kataraktfälle gegenüber 945 in der Placebogruppe. (HR 0.91; 95% CI, 0.83–0.99; P = 0.04). William Christen, der Studienleiter, stellte fest, dass angesichts der Häufigkeit von Katarakten in der Bevölkerung auch eine Reduzierung von knapp 10% bereits ein echtes Potential zur Verbesserung der allgemeinen Gesundheitsdaten in der Bevölkerung enthalte.
(Quelle: Newswise Newsletter, 20. Feb. 2014; Studienabstract)
**Christen WG, Glynn RJ, Manson JE, et al. Effects of Multivitamin Supplement on Cataract and Age-Related Macular Degeneration in a Randomized Trial of Male Physicians. Ophthalmology Feb 2014, Vol 121/ 2, 525–534.


Magnesium kann die Nierentoxizität von Cisplatin bei Lungenkrebs-Patienten reduzieren***
Zwischen 28 und 42% der Patienten, die eine Cisplatin-Therapie erhalten, sind mit dem Problem der Nierentoxizität als Nebenwirkung der Therapie konfrontiert. Sie kann durch Hydratation und Diurese mit Mannitol minimiert werden. Das führt aber, wie man seit einiger Zeit weiß, zu einer Depletierung von Magnesium. Die Forscher gingen nun davon aus, dass eine Magnesiuminfusion in Verbindung mit etwas abgeschwächter Hydratation für die Überwindung der Nierentoxizität von Cisplatin nicht  ausreichen würde.
Die vorliegende Studie wurde an 85 Patienten mit Lungenkrebs durchgeführt, die ihren ersten Chemotherapiezyklus auf Cisplatinbasis bekamen. Sie wurden in drei Gruppen geteilt: hohe Hydratation ohne Magnesium (1), hohe Hydratation mit Mg-Infusion (2) und geringere Hydratation mit Mg-Infusion (3). Das Serum-Kreatinin und die Kreatinin-Clearence wurden vor und nach der Cisplatin-Behandlung gemessen. In den drei Gruppen waren die entsprechenden Werte nicht nennenswert verschieden. In der Gruppe (1) war das Serum-Kreatinin nach der Behandlung signifikant erhöht, während die Kreatinin-Clearance abgenommen hat. In der Gruppe (2) war kein signifikanter Unterschied in den prä- und posttherapeutischen Werten für Serum-Kreatinin und Kreatinin-Clearance festzustellen. In der Gruppe (3) zeigte sich nach der Behandlung ein Trend zu erhöhten Serum-Kreatinin-Werten und einer niedrigeren Kreatinin-Clearance. Eine multivariate Analyse der Ergebnisse zeigte, dass sowohl das Fehlen einer Mg-Infusion als auch eine schwächere Hydratation unabhängig voneinander ein Faktor für eine schlechte Kreatinin-Clearance sind.
Andererseits zeigte sich klar, dass die Kombination von hoher Hydratation mit Mg-Infusion die Nierentoxizität von Cisplatin deutlich reduzieren kann. 
(Quelle: Studienabstract 2014)
***Oka T, Kimura T, Suzumura T, et al. Magnesium supplementation and high volume hydration reduce the renal toxicity caused by cisplatin-based chemotherapy in patients with lung cancer: a toxicity study. BMC Pharmacol Toxicol. 2014 Dec 4;15(1):70. [Epub ahead of print]





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