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Klinische Bedeutung von orthomolekularen Substanzen
Lycopin
therapeutische Schlüsselwörter: Mundkrebs, Prostatakrebs, Prostatektomie
Hinweise auf Studien zu Lycopin

Lycopin und Mundkrebs
Autoren: O Livny, I Kaplan, R Reifen, S Polak-Charcon, Z Madar, B Schwartz (Institute of Biochemistry, Food Science and Nutrition, Faculty of Agricultural, Food and Environmental Quality Science, The Hebrew University of Jerusalem, Rehovot 76100, Israel)
Ziel der Studie war es, nachzuprüfen, ob Lycopin oder Beta-Karotin in irgend einem Stadium die Entwicklung von Krebs in Zellen aus der menschlichen Mundhöhle hemmen.

Es zeigte sich, dass Lycopin stark und dosisabhängig die Zellproliferation von oralen KB-1-Tumorzellen des Menschen hemmt. Beta-Karotin hatte wesentlich weniger Einfluss auf das Zellwachstum. Lycopin regulierte sowohl Transkription als auch Expression von Connexin 43 deutlich nach oben. Connexin 43 ist ein Schlüsselprotein für die Zell-Zell-Kommunikation über gap junctions. Lycopin steigert die Zellkommunikation der Tumorzellen via gap junctions, Beta-Karotin hat im Vergleich dazu wenig Wirkung.

Die Ergebnisse der Studie unterstützen dei Annahme, dass Karotinoide im Allgemeinen, Lycopin im Besonderen, ein antikarzinogene Wirkung bei Mundkrebs haben kann.

(Quelle: J Nutr 2002 Dec;132(12):3754-9)

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Lycopinsupplementierung dürfte Tumorwachstum in der Prostata senken -
Studie an Patienten vor Prostatektomie

Autoren: Kucuk, O, Sarkar, FH, Sakr, W, et al., Honolulu, Hawaii, USA

Die Entartung der Prostata zählt in den westlichen Industrieländern zu den häufigsten Krebsformen bei den über 60-jährigen. Da Lycopin im Prostatagewebe neben Beta-Karotin in höheren Konzentrationen vorkommt, ist anzunehmen, dass es Funktionen im Stoffwechsel der Prostata übernimmt.

Die antikarzinogene Wirkung des Lycopins hängt wohl einerseits mit seinen antioxidativen Eigenschaften zusamnmen als auch mit der positiven Wirkung auf eine Wiederherstellung der gestörten Zell-Zell-Kommunikation in Tumorzellverbänden und eine vermehrte Expression von Tumorsuppressorproteinen zusammen.

Studienhintergrund: randomisierte Untersuchung an 26 Patienten mit klinisch diagnostiziertem Prostatakarzinom.

Geprüft wurde, wie sich eine Lycopinsupplementierung auf Tumorwachstum und Tumormarker auswirkt.

Dauer: die letzten drei Wochen vor der geplanten Prostatektomie.

Behandlungsgruppe: (n = 15) 2 mal täglich 15 mg Lycopin als Tomatenkonzentrat (Oleoresin), während die Kontrollgruppe (n = 11) nicht supplementiert wurde.

Ergebnis: Die Behandlungsgruppe zeigte eine deutlich erhöhte Lycopinkonzentration im Prostatagewebe im Vergleich zur Plazebogruppe (p = 0.02), obwohl der Lycopin-Serumgehalt der beiden Gruppen keinen signifikanten Unterschied zeigte.

Der Effekt auf das Tumorwachstum in der Behandlungsgruppe war signifikant: geringere Durchdringung des entnommenen Prostatagewebes mit Tumormasse (p = 0.02) und geringerer Gehalt an präkanzerösen Zellen (p = 0.05).

Der PSA-Wert in der Interventionsgruppe war um 18 % gesenkt, in der Plazebogruppe hingegen um 14 % gestiegen (p = 0.25).

Schlussfolgerung: Eine Lycopinsupplementierung im Sinne einer adjuvanten Therapie kann möglicherweise das Fortschreiten des Tumorwachstums verzögern. Die Abnahme der Zahl der präkanzeröser Zellen legt außerdem eine präventive Wirkung nahe. Eine Supplementierung bei Männern mit erhöhtem Prostatakrebsrisiko könnte daher ins Auge gefasst werden. 1)

Aufgrund der geringen Teilnehmerzahl sind statistisch signifikante Daten allerdings erst im Zuge weiterer Untersuchungen zu erwarten.

(Quelle: Cancer Epidemiol. Biomarkers Prev. 10, 861-868, 2001/ Ges. f. angewandte Vitaminforschung)

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Tomatenprodukte (Lycopin!) und Prostatakrebs-Risiko

Eine Studie, deren Ergebnisse 2002 vom National Cancer Institute veröffentlicht wurden, ermittelte die Ernährungsgewohnheiten von 47.365 Männern über einen Zeitraum von 12 Jahren. 2.481 Männer entwickelten in diesem Zeitraum ein Prostatakarzinom.

Die Analyse der Daten im Detail ergab eine eindeutige Beziehung zwischen häufiger Aufnahme von tomatenhaltigen Speisen wie Tomatensauce und einem verringerten Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken. Entscheidend für dieses verringerte Risiko ist der in Tomaten enthaltene Wirkstoff Lycopin.

(Giovannuci, Rimm, Liu, Stampfer, Willett: A Prospective Study of Tomato Products, Lycopene and Prostate Cancer Risk. J. National Cancer Institute 94 (2002), 391-398)

   
Hinweis:
Lycopin gibt es auch als internationales Reinstoffsupplement mit 10 mg pro Kapsel.
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