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Klinische Bedeutung von orthomolekularen Substanzen
Selen
therapeutische Schlüsselwörter: Verzögerung der HIV-Progression
Selen kann die HIV Progression bremsen
(Suppression of Human Immunodeficieny Virus Type 1 Viral Load With Selenium Supplementation: A Randomized Controlled Trial.)

Hurwitz BE, et al.

In einer randomisierten, plazebokontrollierten, doppelblinen Studie konnte Hurwitz zeigen, dass tägliche Selensupplementierung die Selen-Serumspiegel erhöhte und gleichzeitig einem Anstieg des HIV-Virenload vorbeugte. In der Verumgruppe (200 µg/d) erhöhte sich die Zahl der CD4-Zellen. Damit sei die Selensupplementierung eine einfache, kostengünstige und sichere Begleittherapie zur konventionellen Pharmakotherapie, sagten die Forscher. Anlass für die Studie waren Beobachtungen, dass Selen die Immunfunktion bessern kann und viele HIV-positive Patienten zu niedrige Selenspiegel aufweisen.

Die Studie ergab:
  • Es gab keine Nebenwirkungen der Supplementierung
  • Die Serum-Selenspiegel stiegen signifikant in der Selen-behandelten Gruppe, aber nicht in der Plazebogruppe (32.2 µg/L gegenüber 0.5)
  • Höhere Selenspiegel standen signifikant in Zusammenhang mit geringerem Virenload und in Verbindung damit einer deutlich höheren CD4-Zellzahl
  • Die "Non-Responder" in der Selengruppe (siehe oben) unterschieden sich bezüglich Virenload und CD4-Zellzahl nicht von der Plazebogruppe.
Daraus ergibt sich, dass eine strikte Einnahmedisziplin für den Erfolg wesentlich ist. Jene, die in der Verumgruppe keinen signifikanten Anstieg der Selenwerte zeigten, haben im Untersuchungszeitrum (9 Monate) an etwa 43% der Tage die Einnahme ausgelassen, während in der Gruppe derer, die einen signifikanten Anstieg verzeichneten, nur an etwa 14% der Tage kein Selen eingenommen wurde.

Noch nicht bekannt ist der Mechanismus, der dieser Wirkung zugrunde liegt. Nach Ansicht der Forschergruppe könnte Selen als Antioxidans radikalisch bedingte Schäden an den Immunzellen reparieren. Diese Schäden sind bei HIV-Patienten höher. Eine andere Möglichkeit wäre, dass Selen direkt auf die Viren einwirkt und die Replikation verhindert.

(Arch Intern Med 2007;167:148-154, berichtet nach MedPage Today)
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