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Klinische Bedeutung von orthomolekularen Substanzen
Vitamin D
therapeutische Schlüsselwörter: Brustkrebs-Risiko
Zum Verhältnis von Vitamin-D-Serumspiegel und Brustkrebs-Risiko

Bei der AACR (American Association for Cancer Research) wurden Anfang 2006 zwei Studien vorgestellt, die einen Zusammenhang aufzeigen zwischen höheren Serumspiegeln an Vitamin D (25-Hydroxyvitamin D) und niedrigerem Brustkrebs-Risiko.

Beide Studien – eine Meta-Analyse und eine Fallkontrollstudie – hatten den Zweck, die Hypothese zu überprüfen, dass unter Frauen, die in höheren Breitengraden leben, Brustkrebs häufiger auftritt als bei solchen, die in niedrigeren Breitengraden leben.

1.
In der Meta-Analyse (1) stellte ein Team der Universität von Kalifornien in San Diego eine Reduzierung der Brustkrebsrate in Abhängigkeit von der Höhe der 25-Hydroxyvitamin-D-Serumspiegel fest. Cedric F. Garland, Ph.D., stellte fest, die Ergebnisse ließen es angezeigt erscheinen, dass amerikanische Frauen täglich etwa 1.000 IE Vitamin D aufnehmen sollten (aktuell liegt die tägliche Aufnahme nach seinen Angaben bei ca 300 IE). Das Team führte die Meta-Analyse an zwei Studien durch, mit insgesamt 1760 Frauen, die nach ihrem Serum-Vitamin-D-Spiegel in fünf Gruppen eingeteilt wurden:

0-11 ng/ml, 12-25 ng/ml, 26-31 ng/ml, 32-45 ng/ml und >45 ng/ml.
Der Vergleich der Brustkrebsfälle in jedem Quintil ergab eine Abnahme mit steigendem Vitamin-D-Spiegel:
Odds Ratio in der niedrigsten Vit-D-Gruppe: 1.0, weiter 0.90, 0.70, 0.70, 0.50.

Frauen mit einem Vit-D-Serumspiegel von 52 ng/ml reduzierten ihr Risiko im Vergleich zur Gruppe mit einem Serumspiegel von 12 ng/ml um 50 % (zum Vergleich: Für die Reduzierung des Coloncarinom-Risikos um 50 % genügt bereits ein Serumspiegel von 33ng/ml).

Um diesen Spiegel aufrecht zu erhalten, benötigt der Körper etwa 2.700 IE Vitamin D täglich. Nach bisheriger Kenntnis liegt die Toxizitätsgrenze für Vit. D bei ca 3.800 IE (die National Academy of Sciences hat vorsorglich die Obergrenze mit 2.400 IE festgelegt).

2.
Julia A. Knight, Ph.D., vom Mount Sinai Hospital in Toronto stellte vorläufige Ergebnisse einer Fallkontrollstudie (2) vor. Bis zum Zeitpunkt der Präsentation hatten sie die Daten von 576 Frauen mit Brustkrebs in der Region Toronto und 813 altersmäßig entsprechenden Kontrollpersonen analysiert. Durch Telefonumfrage wurden sowohl die Ernährungsdaten bez. Vitamin-D-Aufnahme als auch die Lebensgewohnheiten in Bezug auf Sonnenlichtexposition während des bisherigen Lebens erfragt.

Es zeigte sich, dass Frauen, die in ihrem Leben längere Zeit im Freien tätig waren, ein vermindertes Brustkrebsrisiko hatten (OR=0.60, 95 CI 0.,9-0.75). Frauen, die zwischen 12 und 19 Jahren bei sechs oder mehr verschiedenen Aktivitäten im Freien regelmäßig teilgenommen hatten, zeigten eine Risikoverringerung um 45%, bei fünf verschiedenen Aktivitäten im Freien im Alter zwischen 20 und 29 Jahren ergab sich ebenfalls eine Risikoverminderung, die allerdings weniger deutlich ausfiel. Die Schlussfolgerung von Julia Knight: Eine hohe Vitamin-D-Synthese (Sonnenlichtexposition) in der Zeit der Entwicklung der Brüste könnte wichtig sein.

Die Gruppe stellte ferner fest, dass auch die Aufnahme über die Nahrung eine wichtige Rolle spielt. Frauen, die über 10 Jahre lang Lebertran genommen hatten, hatten ein geringeres Risiko als jene, die das nicht taten (OR=0.64, 95 % CI 0.4-1.00). Auch der Konsum von neun oder mehr Gläsern Milch pro Woche bei den 20-29-Jährigen ergab eine Risikoverminderung im Vergleich zu denen, die fünf Gläser oder weniger tranken (OR=0.75, 95% CI, 0.58-0.99).

Die mündlich und als Abstracts vorgestellten (daher noch vorläufigen) Studien:

(1) Garland CF, et al.: Evidence of need for increased vitamin D fortification of food based on pooled analysis of studies of serum 25-hydroxyvitamin D and breast cancer. ASCO/ASTRO Gastrointestinal Meeting. Abstract 4008. 2006
(2) Knight JA, et al.: Potential reduction in breast cancer risk associated with Vitamin D. ASCO/ASTRO Gastrointestinal Meeting. Abstract 4009. 2006.

(Quelle: MedPage Today, 6.4.2006)


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